Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Machs gut Diplom-Blog

Donnerstag, 10. September 2009

Lieber Diplom-Blog,

es liegt nicht an dir, aber hier trennen sich unsere Wege. Du warst mir während meiner Diplomarbeit ein wertvoller Begleiter, aber in letzter Zeit haben wir uns auseinandergelebt. Du hast sicher schon bemerkt, dass ich dich kaum noch mit Texten versorge. Mir wurde es hier einfach zu eng. Ich habe mich auch mit anderen Themen getroffen, aber das hast du durch Google sicher schon mitbekommen.

Aber mach dir keine Sorgen, ich komme auch weiterhin vorbei um dich von Spam zu befreien und werde auch auf dich verlinken. Oben rechts habe ich dir Twitter installiert, damit du auch zukünftig auf dem Laufenden bleibst. Und wenn du dich langweilst, dann folge einfach diesem Link: alexboerger.de

Vielen Dank für deine Hilfe

Liebe Grüße

Alex

Vision

Freitag, 15. Mai 2009

wo soll das nur hinführen?

Der Weg ist das Ziel

Ich war immer ein sehr weit planender und vorausschauender Mensch, ich habe mir Ziele gesetzt auf die ich hingearbeitet habe. Aber bevor ich sie erreichte, habe ich auf dem Weg soviel neues gelernt, dass ich mir neue Ziele gesetzt habe. Viele meiner Ziele habe ich trotzdem erreicht, aber nie auf dem Weg den ich gedacht hätte. Mittlerweile habe ich aufgehört mir messbare Ziele zu setzen. Das heißt jetzt nicht, dass ich in den Tag hinein lebe, aber “ins Jahr hinein leben” kann man es schon nennen. Der Weg ist zum Ziel geworden. Ich gehe in eine Richtung und schaue mir an was auf dem Weg alles passiert.

hilf dir selbst vs. hilf anderen, dann wird dir geholfen

Eins habe ich festgestellt, nicht die Sachen die ich für mich gemacht habe, brachten mich weiter. Die entscheidenden Sprünge nach vorn habe ich durch die Hilfe anderer gemacht. Und meist waren es nicht die Leute, von denen ich es erwartet hätte. Leute, denen ich Jahre zuvor mal kurz geholfen habe und von denen ich seit dem nichts mehr gehört habe rufen an, weil sie noch Leute für ein Projekt brauchen oder haben mich einfach nur weiterempfohlen. Ich bin zwar nicht so nen hippiesker Jesus Typ, ich habe ja auch keine Superkräfte, aber ich versuche zumindest anderen zu helfen, wenn ichs einschieben kann.

Mein Masterplan

Vermischt man die Richtung jetzt mit dem Helfen kommt man zu meinem aktuellen Masterplan. Die Richtung ist ganz stark von meinen Interessen aber auch von meinen Möglichkeiten getrieben. Was ich aber auf diesem Weg lerne möchte ich weitergeben, damit andere schneller aufschließen können und man bei neuen Abzweigungen die Chance hat sich aufzuteilen. Bleiben wir bei der Weg-Metapher wäre es mein Ziel dabei mitzuwirken neue Bereiche zu kartographieren. Je mehr Leute durch diese Karten schnell voran kommen, desto leichter wird es neue Bereiche zu erschließen.

Verdrängung in der Überflussgesellschaft

Gehts um Arbeiten und Geldverdienen ist für viele Leute der Spaß vorbei. Jeder hat schon mal die Erfahrung gemacht das er bei einem Job ausgetrickst wurde. Aber gab es da nicht am Anfang jeder Karriere nen Bekannten, der einen irgendwie reingebracht hat? Der euch vertraut und gefördert hat. Wenn es aber darum geht nächsten Monat die Miete zu bezahlen hilft das natürlich nichts. Aber ist es wirklich so schlimm? Jeder den ich kenne und der was kann hat im Moment mehr Anfragen als er bedienen will oder kann. Bei vielen Leuten ist es aber so, dass man garnicht weiß, was sie können. Wer immer nur im Elfenbein Turm vor sich hinwerkelt, kann nicht erwarten dass irgendjemand ihn für einen Job einplant. Ich bin davon überzeugt, dass es in meinem Umfeld noch viele unentdeckte Talente gibt. Und je mehr dieser Talente man entdeckt, desto tollere Projekte kann man mit ihnen gemeinsam machen. Der Markt wächst mit den Möglichkeiten. In Zeiten eines unendlichen Angebots gibt es auch einen unendlichen Bedarf diese Angebote zugänglich und verständlich zu machen. Und da sehe ich die zukünftige Rolle der Designer. Wir sind Übersetzer die zwischen Anbietern und Nutzern vermitteln. Wir sind Trainer die Konsumenten helfen können zu Produzenten zu werden und so in der Lage uns unseren eigenen Markt zu schaffen. Die  Kommunikation wandelt sich grad sehr schnell und lässt sich von aus seinem eigenen Standpunkt garnicht mehr erfassen. Erst durch den Austausch mit anderen ist es möglich die unterschiedlichen Wirkungsweisen zu verstehen und neue Potenziale zu erkennen.

Austausch fördern (das Gildenhaus)

Bei der Glanzunion soll es nicht einfach darum gehen sich gegenseitig Jobs zu verschaffen. Es geht darum den Austausch zu fördern und ein Netzwerk aufzubauen und die Jobs schiebt man sich später sowieso zu. Anfangs ist es toll, dass wir bei Peng einen Raum finden. Aber auf lange Sicht keimt bei mir doch noch ein Ziel auf: Ich würde gerne, wenn ich grad keinen Job habe in das Glanzunion “Gildenhaus” gehen können um mich dort mit anderen Freelancern im gemeinsammen Wohnzimmer zu treffen. Daran angeschloßen gibt es Arbeitsplätze die man für Projekte mieten kann. Ein Schulungsraum wäre zwar auch cool, aber für den Anfang reicht auch ne weiße Wand und nen Beamer.

Und wenn sich genug Leute darauf einlassen, kann ein Ort entstehen, der unabhängig von staatlicher Förderung (und der damit verbundenen Bürokratie) Bildung produziert und verbreitet.

was bisher geschah

Mittwoch, 13. Mai 2009

Justin fand Mainz zu langweilig, deshalb schrieb er eine Mail. Er wollte einen Wohnzimmerverein gründen. Viele andere fanden Mainz auch zu langweilig… Pengparty… Gaustraße… Flachsmarktstr… die Umsätze stiegen weiter, aber auch die investierte Zeit für Peng nahm zu. Deshalb kam die Idee einer Aufwandsentschädigung auf. Doch als wir merkten, dass jeder der viel Zeit investierte an Jobs oder andere Vorteile kam, waren alle wieder glücklich. Aber aus der Erkenntnis: “Netzwerke rocken” entstand die Idee diese Netzwerke professionell zu Nutzen… FreelancerFrühstück… PengPro… FreelancerFrühstück… DP Artikel… Skypediskussion… GlanzunionDiplomarbeitBücher lesen… ganz viele Details ausarbeiten… beim Vorstellungs Essen habe ich dann 20 Interessierten das Konzept vorgestellt, darüber diskutiert und danach viele Ansätze wieder in die Schublade gepackt. Wir entschieden uns erst mal sehr klein anzufangen und dann nach Bedarf die einzelnen Punkte zu ergänzen und weiter zu entwickeln.

Mittwoch: Livestream des Kolloquiums

Dienstag, 28. April 2009

Wenn alles klappt, gibts Mittwoch um 11:15 nen Livestream meines Kolloquiums. Wahrscheinlich aber nur von meiner Webcam und ob alles glatt läuft steht auch noch zur Frage, aber ich werde es zumindest mal versuchen.

http://www.mogulus.com/glanzunion

Interview im Capitol

Dienstag, 07. April 2009

Damit ich nicht ganz ahnungslos nach Düsseldorf fahre, habe ich letzte Woche Sonntag ein spontanes Interview mit den drei neuen Betreibern des Capitol geführt. Tassilo, Eduard und Jochen standen mir Rede und Antwort. Ich habe nicht versucht das Interview möglichst kompakt zu machen. Eigentlich sollte der Clip auch als Peng Podcast ausgestrahlt werden, mit rumfliegender Typo und so, aber ich will keine Leichen mehr im Keller haben deshalb jetzt schnell raus damit.

Interview mit Philip Hansen von Parasol Island

Freitag, 03. April 2009

Gestern war ich mit Justin und Gregor in Düsseldorf bei Parsol Island, um Philip Hansen zum Thema Freelancerrei zu befragen. Trotz des ganzen Chaos vom Vortag habe ich als 2. Kamera noch die HVX von der FH bekommen und wir konnten fast wie geplant drehen.

Wir haben ca. 30 Minuten Material aufgenommen und Philip hat uns mit vielen wichtigen Informationen versorgt.

Auf der Rückfahrt haben wir dann nochmal den Schnitt besprochen und es kam die spannende Frage auf in wie weit man das Interview kürzen soll. Ich selber finde lange Ausführungen gut, weil man dadurch tiefere Einblicke erlangt. Bei FXPHD habe ich mir oft 30-40min ungeschnittene Interviews oder Erklärungen angeschaut. Das Ganze hat dann eher etwas von einer Vorlesung. Die Haltung, das ein Zusammenhang sehr kompakt dargestellt werden muss, stammt noch aus der Zeit als Fernsehen das einzige Medium für Interviews war. Da nur eine sehr begrenzte Sendezeit zur Verfügung stand, mussten Inhalte möglichst kompakt und massentauglich präsentiert werden. Heute gibt es durch Videoplattformen wie Vimeo keine Einschränkungen der Sendezeiten mehr. Es können zum Einen beliebig viele Inhalte angeboten werden viel wichtiger ist aber, dass die Zielgruppe auch beliebig klein sein kann.

Mein Clip richtet sich an deutschsprachige Design und Medien-Design Freelancer/Studenten sowie andere Agenturen. Ich weiß, dass ich damit niemals in die nähe von einer Millionen Klicks komme. Es werden sich wohl auch kaum Leute mit anderen Interessen das Video ansehen. Aber für die 5.000 Interessierten sind die Informationen sehr wertvoll.

Jetzt gehts aber erst mal ans Sichten.

Meine Diplomarbeit als PDF

Sonntag, 22. März 2009

eigentlich dachte ich ja, dass jeder mit der Wikiversion meiner Diplomarbeit glücklich wird. Jetzt kam aber immer öffter die Frage nach dem PDF. Und da ich es ja eh für den Druck erstellt habe, spricht nichts dagegen dies zusätzlich zu veröffentlichen.

09-03-15_diplomarbeit_alex_boerger (5,2MB)

Aber Vorsicht, es sind 161 Seiten geworden ohne ein einziges Bild. Trotzdem viel Spaß damit.

How to Be A Motion Designer and GET PAID

Freitag, 20. März 2009

Grad habe ich einen Clip entdeckt der von der Intention meiner Interviewreihe doch sehr nahe kommt. Super das hilft mir beim Ausarbeiten der Fragen und für euch gibts wertvolle Tipps wie man leichter einen Job findet.

Mehr auf: http://greyscalegorilla.com/blog

via gaschka

The Long Tail und Demonstrationen

Mittwoch, 18. März 2009

nachdem ich jetzt an der Theorie nichts mehr ändern kann, habe ich mich mal wieder an ein Buch gewagt. The Long Tail – Nischenprodukte statt Massenmarkt – Das Geschäft der Zukunft von Chris Anderson. Ich bin zwar schon öfter auf dieses Buch als Quelle gestoßen, aber bisher hatte ich keine Zeit rein zu schauen. Und es freut mich um so mehr das dieses Buch meine Ansätze weiter bestärkt und mir zudem hilft einige Zusammenhänge genauer zu betrachten. Das folgende Zitat hätte ich wahrscheinlich in meine Einleitung eingebaut. (Vielleicht mache ich das auch noch.)

“Die Machtverschiebung hin zum Verbraucher wirkt sich auch auf das Marketing aus, unabhängig davon, ob es um einzelne Produkte oder Personen geht. Das Kollektiv kontrolliert heute die Botschaft.

Kunden die daran gewohnt sind, vor dem Kauf im Internet zu recherchieren, verbinden mit einer Produktmarke nicht mehr das, was das Unternehmen behauptet, sondern das, was sie bei Google dazu finden. Wir sind die neuen Trendsetter. Die Mundpropaganda ist mittlerweile Teil der öffentlichen Diskussion, wird in Blogkommentaren und Kundenrezessionen weitergegeben, zusammengetragen und bewertet. Die Ameisen haben Megaphone.” (The Long Tail S.118)

Beim lesen kam mir sofort die Veröffentlichung des PC Spieles “Spore” in Erinnerung. Kurz nachdem sie bei der Installation Probleme mit dem Digital Rights Management (DRM) (aka Kopierschutz) bemerkten, wandten sie sich nicht an den Support von Electronic Arts, sondern begannen andere Käufer bei Amazon zu warnen.
http://www.amazon.com/Electronic-Arts-15352-Spore/product-reviews/B000FKBCX4/
Innerhalb weniger Tage sammelten sich hunderte 1Sternchen Bewertungen und einige detaillierte Bewertungen des DRM. Anfangs berichteten nur Blogs darüber aber mit der Zeit griffen auch Printmedien und TV Stationen das Thema auf. Je mehr Leute von der Aktion erfuhren, desto mehr negative Stimmen meldeten sich zu Wort. Das Phänomen breitete sich auf viele internationale Plattformen aus. Als Amazon UK anfing Kommentare zu löschen bekam sie ebenso den Zorn der Verbraucher zu spüren. Die Geschichte endete damit, das Spore zum meist raupkopierten Spiel wurde.
Mehr zu diesem Vorfall gibt es bei: Basic Thinking

Bei der Frankfurter Rundschau wurde die Frage gestellt, warum unsere Generation keine Demos mehr macht: http://www.frblog.de/biedermeier/(via desainz)

Die Antwort ist ganz einfach: Weil es wenig effektiv ist. Alleine mit nem Schild vor dem Mediamarkt zu protestieren bringt nichts. Während die alt 68er noch dabei sind Farben für die Transparente zu kaufen, hat unsere Generation bereits einen kritischen Kommentar bei Amazon verfasst. Und dieser trifft EA genau da wo sich die meisten Kunden informieren. Und ihre Botschaft ist durch die Unterstützung von Blogs schon lange in den Massenmedien, während die 68er noch mit dem Ordnungsamt über das Polizeiaufgebot verhandeln. Wir sind doch nicht blöd.

Abgabe unter Vorbehalt

Freitag, 13. März 2009

so, grad hab ichs hinter mich gebracht und einen Ausdruck meines DiplomWikis bei Frau S. abgegeben. Naja, so richtig wollte sie die Arbeit nicht haben, aber hierzu mein “Gedächtnisprotokoll”

Ich: “Ich würde gerne was abgeben.”
Frau S.: “Bestimmt die Diplomarbeit?”
… “Ist die DVD da drin?”
Ich: “Nein, das ist ne Theoriearbeit”
Frau S.: “Aber Sie müssen doch ne DVD abgeben”
Ich: “Ich habe mir gestern extra nochmal die Diplomordnung angesehen, da steht nichts von einer DVD”
Frau S.: “Ich kenne die Diplomordnung nicht, aber alle geben ne DVD ab, wer ist ihr Prüfer?”
Ich: “Professor Pulch”
Frau S.: “Den werde ich mal fragen, ich nehme die Arbeit aber nur unter Vorbehalt an.”

Erst auf dem Rückweg ist mir klar geworden, wie dreist dieser “Vorbehalt” ist. Sie kennt weder die Prüfungsordnung oder hat sie griffbereit, noch sollte es eine Relavanz haben was “alle machen”. Naja, vielleicht bin ich auch nicht gut genug darüber informiert, was die Aufgabe eines Prüfungsamts ist und habe deshalb zu große Erwartungen gehabt.

Ne andere Geschichte ist, dass selbstgebrannten CDs und DVDs eine so kurze Lebenszeit vorausgesagt wird, das wohl keine der Abgaben die 10 Jahre im Archiv übersteht.

Für alle die auf der FH Seite nicht fündig wurden, hier die Diplomordnung:
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