Gestern habe ich ein paar Leute ins Pengland eingeladen, die vorher beim Freelancer Frühstück dabei waren, um die Weiterentwicklung der Glanzunion vorzustellen und ein erstes Feedback für die kommende Vorstellung zu sammeln.
Die beste Erkenntnis ist: “Die Leute haben Bock drauf” aber in einigen Bereichen gibts noch Diskussionsbedarf. Ich versuche das jetzt nochmal nachzubilden.
Der Zielsetzung gab es erst mal nichts wichtiges hinzuzufügen.
Die Idee der Vorleistung wurde auch positiv aufgenommen, sie muss eine gewisse Hürde darstellen darf aber auch nicht zu hoch angelegt werden. 3-5 Tage waren aber ok. Es gab aber noch einige Fragen wie das im Detail gelöst werden soll. Meine Ideen sind gute Ansätze, aber die Umsetzung muss noch flexibler werden.
Beim echten Geld waren die Diskussionen aber weitreichender. Ein Prozentsatz wurde großteils abgelehnt und es sollte eher ein modulares Modell ausprobiert werden. Man sollte Dienstleistungen nach belieben hinzubuchen können. Mittlerweile erscheint mir diese Lösung auch als sinnvoller, weil dadurch die Freiheit der Mitglieder stärker gewahrt wird. Außerdem entlastet das für den Anfang die Organisation. Wenn wir mit 20 Steuererklärungen anrücken, lässt sich zumindest ein Rabatt aushandeln. Und das mit sehr wenig Arbeit. Jetzt wäre noch zu klären, wie man Grundkosten finanziert. Vielleicht ein kleiner Grundbetrag im Monat.
Bei Anschaffungen würde man so verfahren: jemand der oft einen Rechner braucht kauft den Rechner alleine und kann durch eine unkomplizierte Untervermietung einen Teil der Kosten wieder hereinbekommen. Bei größeren Anschaffungen wie einer Kamera, könnte man die Nutzungszeit vorher verkaufen.
Auch beim Empfehlungssystem gab es neue Ansätze die das Ganze vereinfachen könnten. Für den Anfang wird bei jedem Nutzer (der es möchte) ein: “Kennst du noch wen?” Knopf eingefügt. Man fragt also direkt ein oder mehrere Mitglieder nach Tipps und Vorschlägen.
Das Rangsystem wurde teilweise abgelehnt und auch eine Workshop-Pflicht ist nicht gewünscht. Trotzdem fanden die meisten es gut, dass wir Workshops veranstalten.
Darüber, dass wir es anderen leicht machen die Idee zu kopieren wurde kaum diskutiert. Keiner wollte die Glanzunion abschotten. Dafür kam ein Vorteil des Ansatzes heraus, den ich selber garnicht auf dem Schirm hatte. Wenn man das Netzwerk verlässt, verliert man nicht das Recht an seiner investierten Arbeit.
Zusammenfassung:
Wir sollten erst mal mit einer sehr reduzierten Version des Netzwerks anfangen. Bei der nächsten Präsentation werde ich nur die Kerngedanken vorstellen. Die Detaillösungen in meiner Diplomarbeit dienen als Diskussionsgrundlage und sollten höchstens angeteasert werden.
Als nächsten Schritt möchten wir einen monatlichen Freelancer Stammtisch einführen, der über die Webseite koordiniert werden kann. Auf dieser Webseite werde ich meine Ansätze dann zur Diskussion stellen (jeder kann auch andere Ideen ergänzen). Entwickeln sich Ideen soweit, dass sie von einem Großteil der Mitglieder getragen werden, wird das Konzept erweitert. Bei Erweiterungen die optional sind kann aber auch eine kleine Gruppe einfach loslegen.
Der Abend ermöglichte mir einen neuen Blick auf meine Diplomarbeit. Bisher sind alle Konzepte sehr stark auf meine Erfahrung zurück zu führen. Ich habe die perfekte Organisation für mich entwickelt. Das stellt meine Arbeit jetzt nicht grundlegend in Frage, aber man sollte es dazu sagen.
Vielen dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt.