Archiv für die Kategorie ‘Offtopic’

das Ende und die Zukunft des Fernsehens

Sonntag, 31. Mai 2009

network

Seit dieser Woche arbeite ich als Urlaubsvertretung bei ARD Online und bereite Clips für den Youtube Channel auf. Auch wenn der Job viel robotern beinhaltet machts für mich trotzdem irgendwie Sinn, denn es geht um die Zukunft des Fernsehens.

Das 24/7 Programm ist nur noch ein Überbleibsel der technischen Beschränkungen. Sobald sich die Sender auf einen Standard einigen werden SetTop-Boxen auf den Markt kommen, die es ermöglichen direkt auf die MediaTheken und Onlineangebote zuzugreifen. Ohne Computer einfach am Fernseher durch das Programmangebot zappen wird mit der Zeit zum Normalfall. Dabei ist das Angebot aber nicht mehr auf die großen Anbieter beschränkt, sondern jeder Clip auf Videoportalen tritt in Konkurrenz zu den Sendeanstalten. Um diese unüberschaubare Fülle an Formaten wird ein Empfehlungsystem wie bei Amazon oder Deezer erfordern und neue Amatuer-Redakteure werden aus bestehenden Clips neue Playlist (vielleicht sogar mit zwischen Moderationen) erstellen. Sendezeiten verlieren an Bedeutung und spielen nur noch bei Live Events eine Rolle. Da es aber immer noch einen Bedarf geben wird den TV Konsum in den Tagesablauf einzubinden, werden diese von Veröffentlichungszeiten ersetzt: jeden Wochentag ab 18Uhr ist die neue Folge der Daily Soap Online. Sind die technischen Hürden erst mal überwunden gibt es auch keinen Grund mehr warum man nicht verschiedene Formate zur selben Zeit veröffentlicht. Warum sollte man eine Doku Nachts senden, wenn man sie ab 21Uhr freischalten kann?

Wenn dann erst mal das 24/7 Schema gebrochen wurde, wird es auch Auswirkungen auf die Formatlänge haben. Das vom Sendeplan vorgegebene Zeitraster kann einfach verlassen werden. Wenn eine Doku in einer Reihe 63 min spannend ist, muss sich nicht mehr für das Format zerhackt werden. Genauso wenn die Doku den Sendeblock nicht füllen kann. Vielleicht reichen ja 23 min. um alles nötige zu sagen.

Vollprogramm-Sender werden hierbei einen Teil ihrer Zuschauer an kleine Redaktionen verlieren, die nur eine einzige Sendung veröffentlichen.

Und wann ist es soweit? In meinem Umfeld hat sich das Konsumverhalten bereits so geändert, dass man zumindest auch mal nen Stream anschaut. Einige verzichten ganz auf das 24/7 Programm und schauen nur noch Sendungen, Filme und Serien Online.

Ente gut, alles gut

Samstag, 16. Mai 2009

http://toeffy.com/?p=434

Kommentar: Generation Biedermeier

Donnerstag, 19. März 2009

Gestern habe ich mich mal aufgerafft und einen Kommentar zum Artikel: Generation Biedermeier in den Blog der Frankfurter Rundschau geschrieben. Da er aber bisher noch nicht veröffentlicht wurde hab ichs mal hier übernommen.

Update: keinen Plan woran es genau lag, aber die Leserredaktion der FR hat mir innerhalb von 30 min nach dem Pingback geantwortet. Das ist vorbildlich.

Ich finde der Artikel wird unsere Generation nicht gerecht. Unser Generation hat in den letzten Jahrzehnten gelernt, dass der Staat nicht in der Lage ist Probleme zu lösen. Das die Rente sicher ist, glaubt von uns keiner mehr. Weil aber Politik und viele der älteren Gernerationen noch immer an diesem Märchen festhalten wurde viel Vertrauen zerstört. Wir haben uns den Umgang mit Computern und dem Internet gegenseitig beigebracht und dabei andere Formen der Zusammenarbeit kennengelernt.
Unsere Generation ist lösungsorientiert und Demonstrationen erscheinen da einfach wenig effektiv. Uns wurde der öffentliche Raum genommen. Wo sollen wir bitte mit Plakaten auf die Demo aufmerksam machen ohne gleich Eigentum zu beschädigen? Heute bauen sich Bewegungen über Skype oder bei StudiVZ auf und es gibt eng vernetzte Interessengruppen die ohne Satzung miteinander kooperieren. Keiner würde heute mehr vor einem Unternehmen demonstrieren. Wir bloggen darüber und verfassen Warnungen in Bewertungsportalen. Es werden E-Petitionen eingereicht und es gibt diverse Weltverbesserungsforen. Warum sollte man sich auf die Bürokratie einlassen, wenn man mit einfacheren Methoden mehr erreichen kann?
Ich behaupte nicht, dass jeder meiner Generation aktiv an der Gestaltung seiner Umwelt teilnimmt. Aber das war nie anders. Der Joshka Fischer von heute wirft keinen Stein mehr. Viel mehr gibt er nur einen Stern bei Amazon und tausende lesen seine Meinung wenn sie sich über etwas informieren wollen.
Naja, wenn ich mal alt bin werde ich bestimmt auch schimpfen: “Das mit der Jugend von heute wird nix. Als ich in deren Alter war, habe wir noch Blogeinträge verfasst wenn uns was nicht passte.”
So war das schon immer und so wird es wohl auch immer bleiben.

Herzlichen Glückwunsch Melih

Mittwoch, 25. Februar 2009

Das mit Abstand wichtigste was ich bei meinem Studium gelernt habe war ein kurze Anmerkung von Prof. Pulch. Er hat die Lebenszeit die andere beim gucken seiner Doku investiert haben ausgerecht. Also ganz einfach Laufzeit mal Zuschauer. Seitdem ist diese Lebenszeit mein Erfolgsparameter geworden. Ich habe angefangen bei meinen Projekten die Lebenszeit die ich investiert habe mit der Lebenszeit die andere zum gucken investierten zu vergleichen und kam nebenbei zu dem Schluß, dass man mit Festivals alleine niemals in den positiven Bereich kommen kann. Weshalb ich mich immer stärker auf das Internet konzentrierte.

Und als ich grad ein paar Statistiken für meine Diplomtheorie zusammen gesucht habe, konnte ich es nicht lassen die Lebenszeit, die Melih mit seiner Diplomarbeit und besonders dem Clip History of the Internet eingespielt hat, auszurechnen.

Vimeo: 288000
Youtube: 1415000
Laufzeit: 8:10 Min = 490 Sekunden

(288000+1415000)*490s=834 470 000 Sekunden

= 13 907 833 Minuten

= 231 797 Stunden

= 9 658 Tage

= 26,44 Jahre

Er hat damit ein Plus auf der Gesamtrechnung, also herzlichen Glückwunsch und weiter so

PS: Für das erstellen dieses Artikels habe ich 21min benötigt, mal sehen ob es sich rentiert.

Spoiler Helau

Sonntag, 22. Februar 2009

nachdem der Fassenachts Zug heute schon beim mir vorbei gerast ist, kann ichs mir morgen ja sparen ;)
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Überflieger

Dienstag, 17. Februar 2009

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Überflieger:
Warum manche Menschen erfolgreich sind — und andere nicht

In seinem Buch erklärt Malcolm Gladwell warum Wunderkinder nicht vom Himmel fallen. Manche haben mehr Talent als andere, aber sobald man genug Talent hat machen der persönliche Ehrgeiz und die Einstellung zu Autoritäten den Unterschied. Da diese beiden Faktoren sehr stark von der Familie beeinflusst werden, versucht er damit auch die Klassenunterschiede zu erklären. Der letzte und oft wichtigste Faktor ist aber der Zufall. Es ist wichtig zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.
Man kann also Erfolg nicht exakt planen, wenn man aber seine Zeit nicht ausschließlich vor dem Fernseher verbringt, stehen die Chancen besser am richtigen Ort zu sein.

Die 10.000h Erfahrung die man in einem Bereich haben muss, bevor man etwas beherrscht habe ich gleich heute Morgen in einer Blitzumfrage bei Parasol überprüft. Ergebniss: jeder hat die Stunden erreicht. Aber auch Zufälle und Familienerfahrung haben zu ihrer Karriere beigetragen.

Mir selber habe ich die Frage schon letzte Nacht gestellt.
Aber fangen wir mit den Zufällen an. Denn diese führten zu den 10.000h Praxis die nötig waren um erste Jobs als Freelancer zu bekommen.

  • In der Familienrestaurant lernte ich den Umgang mit vielen verschiedenen Leuten. (Auch wenn der Sauerländer Ton etwas härter ist) Da mein Vater deshalb auf Augenhöhe mit mittelständischen Unternehmern und Bankiers verhandelte, konnte ich nebenbei lernen wie das geht. (weiterlesen…)

Alle Jahre wieder, …

Mittwoch, 10. Dezember 2008

In vorweihnachtlicher Stimmung habe ich heute mal ein wenig bei Google Trends rumgestöbert:

Rätsel: was kommt kurz nach Weihnachten?

Pengland und das Web 2.0

Donnerstag, 20. November 2008

Nachdem ich mich erst mal riesig gefreut habe, dass wir Geritt für das Pengcamp werben konnten, habe ich mir auch nen paar Gedanken zu seinem Kommentar gemacht

Ich beschreibe das alles nur deshalb so ausführlich, weil PENG bisher nicht in der üblichen Web2.0-Landschaft aufgetaucht ist.*

*link

Das hier soll jetzt keine Gegendarstellung sein, denn im Grunde sind wir in der großen 2.0_Welt nur ein kleines Licht, was aber nicht heißen soll, dass wir mit dem ganzen Kram nichts am Hut haben. Durch unsere Umstellung der Webseite auf WordPress, konnten wir die Kommunikation nach aussen sehr vereinfachen. Allerdings haben wir uns sehr bewusst dafür entschieden keine Meinungen zu vertreten. Da sich Peng aus ganz unterschiedlichen Leuten mit verschiedenen Zielen und Wertvorstellungen zusammensetzt, würde dies nur zu unendlichen Diskussionen und Stress führen. Aber auf der anderen Seite haben wir unsere Mitglieder klar zum Betreiben eigener Blogs ermutigt, auf der sie ihre Meinung zu Veranstaltungen frei äußern sollen.

Und das spannende dabei ist die Resonanz. Denn diese Blogs werden zum größten Teil von Menschen aus dem Firstlifeumfeld verfolgt. Sie sind eine Ergänzung der Offline Kommunikation. Die Leute lesen mit, schreiben aber selten Kommentare, sondern sprechen einen eher beim nächsten Treffen oder in Skype darauf an. Aber für euch A-Blogger fällt auch was davon ab, denn die Leute merken, dass Sie die vielen Seiten garnicht überblicken können und erkennen das Wunder des RSS readers. Und wenn der einmal eingerichtet wurde, folgen schnell weitere Blogs, die man vorher nur sporadisch besucht hat.

Das mag für die Hardcore User vielleicht bescheuert klingen, aber mir ist erst vor kurzem bewusst gewurden, was hier seit Jahrzehnten für ne krasse Entwickung stattfindet. Nicht Wikipedia ist das der Beweis, dafür dass der Mensch eher hilft als zerstört. Sondern schon alleine, dass soviele Menschen, wenn auch nur sehr ineffizient, das Internet nutzen können und dass ohne es von Lehrern oder Eltern beigebracht bekommen zu haben. Es ist der Beweis für Firstlife viral Education. ;) Die Idee und Kulturtechnik Internet entwickelt und verbreitet sich nicht weil Konzerne oder Staaten sich das so ausgedacht haben. Sondern weil Menschen die sich kennen miteinander Kommunizieren. Ganz ungezwungen hat man seinen ersten Kontakt mit dem Medium bei nem Freund und schaut ihm über die Schulter, erkennt den Nutzen und lernt freiwillig. Das es immer leichter zu bedienen ist, beschleunigt das ganze immer weiter, weil der Aufwand für den Lehrenden und Lernenden weiter sinkt. Und so geht es mit allen Folgetechniken, erst lernt man Mails im Browser zu schreiben, dann steigt der Aufwand und nen Freund schlägt vor, nutzt doch mal nen Mail Programm. Man kennt Leute die Bloggen, fragt sie wie das geht. Diese helfen kurz beim runterladen und geben erste Tipps, und dann legt man selber los. usw.

Das tolle ist dabei, dass es sich multipliziert, denn fast jeder der es gelernt hat wird zum Lehrer. Von der breiteren Fächerung der Interessen und dem dadurch entstehenden Zurücklernen will ich hier garnicht anfangen.

Aber habt ihr mal euren Internetstammbaum verfolgt, oder euren Blog Stammbaum, oder sogar euren ganzen Computerstammbaum verfolgt? Von wem habt ihr das gelernt und wem weitergegeben?

Bei mir wars mein Onkel Josef, bei dem ich zum ersten mal nen Amiga gesehen hatte. Später hat mein Vater einen 386er fürs Geschäft gekauft und ich habe immer alles ausprobiert bis sein Vetter, dass wieder in Ordnung gemacht hat. Irgendwann hatte ichs dann drauf und konnte anderen helfen. Und ab hier wirds richtig unübersichtlich, da wir ne Kneipe hatten wussten viele Gäste schnell: “Du Albert, dein Sohn macht doch was mit Computer”. Und die Kette setzt sich ewig fort.

Setzt doch einfach mal ne Offline Kette in Gange und fragt eure Computer/Internet/Blog Lehrer woher sie es gelernt haben und eure Schüler wem sie es beigebracht haben.

Das ist auch ne schöne Idee für nen Social Network oder ne Studie.

Zurück zu Peng. Ich denke Peng ist nen wichtiger Offline Multiplikator, wir bringen die Leute zusammen, damit sie sich selber helfen können.

Und wir nutzen die sozialen Medien auch ganz bewusst. Skype ist dabei in meinem persönlichen Umfeld wichtiger Träger. Wenn ich in meiner Statusmeldung schreibe, dass ein Termin stattfindet, dann wissen die Leute, ich gehe hin. Wenn ich mein Icon durch nen Logo ersetzte sage ich, dass ist mir wichtig. Dazu achten wir auch darauf, dass es OnlineFlyer, googlemaps oder Clips gibt, damit die Leute die aufmerksam werden, dies auch ohne viel Aufwand weiter kommunizieren können. Bei exercise everything haben wir mal das Experiment gemacht und auf gedruckte Flyer verzichtet. Stattdessen haben wir ganz auf Onlineflyer, Skype und nen Trailer gesetzt und es war brechend voll.

Hier ein Ausschnitt unserer Kanäle:

http://profile.myspace.com/index.cfm?fuseaction=user.viewprofile&friendID=164633705

http://gonzoverlag.blog.de/

http://blog.desainz.de

http://horst-film.de

http://glanzunion.de

http://san-kalle-sebastian.blogspot.com

http://profile.myspace.com/index.cfm?fuseaction=user.viewprofile&friendID=327514263

http://traintrampers.blogspot.com/

http://youtube.com/pengpeach

http://www.youtube.com/user/tanzmitvlad

http://www.youtube.com/user/exerciseeverything

http://www.youtube.com/user/lonjame

http://www.youtube.com/user/elkallemajor

http://blog.picol.org/

das sind lange noch lange nicht alle und viele werde ich garnicht kennen.

Update: das ging fix, zusammen mit Melih haben wir jetzt den PengSuperSexyActionNewsFeed: http://www.pengland.de/?page_id=340

Mal ne Frage an alle, gibts nen Tool mit dem ich all diese Seiten über RSS zu einem Kollektiven PengBlog zusammen fügen kann? Am besten so, dass man Seiten die einen nicht interessieren abbestellen kann?

Oder gibts nen tool, dass bei wordpress hinter jeden RSS fähigen link so nen icon setzt?