Archiv für die Kategorie ‘Organisation’

Probleme lösen, nicht schaffen!

Dienstag, 18. November 2008

Wie schon beschrieben, verhindert Verantwortungsverwaltung oft die Problemlösung. Aber viele haben Angst davor, dass bei fehlenden Verantwortlichkeiten sich niemand darum kümmert. Ich sehe das frei nach Passig und Lobo

Probleme sind wie dreibeinige Hunde, sie kommen immer zu dem, der sich um sie kümmert

und ergänze noch, wenn sich keiner drum kümmert, war das Problem nicht wichtig.

Trotzdem halte ich ein sinnvolles Problem Management für wichtig. Vielleicht auch in Form eines Wikis.

  1. Wer ein Problem erkennt, schreibt es auf
  2. Wer das Problem wichtig findet, gibt dem Problem seine Stimme (einsehbar)
  3. Wer einen Lösungsansatz hat, beschreibt den (inkl. Kosten auch Arbeitskosten)
  4. Wer bereit ist, das Geld zu investieren, kann sein Budget zur Verfügung stellen (Mehr später beim Thema Geld)
  5. Ist das Geld/Unterstützung zusammen, wird der Plan umgesetzt
  6. Problem kommt ins Archiv

Natürlich kann man auch bei jedem Schritt das Problem sofort lösen oder die Beschreibung/Lösung verbessern.

Ich halte es für absolut notwendig, dass auftretende Probleme für alle Beteiligten sichtbar sind. Große Probleme werden dann automatisch die Aufmerksamkeit vieler bekommen, kleine Probleme vielleicht von wenigen wahrgenommen.

Durch die Sichtbarkeit der “auch als Problemempfinder” ist es zudem möglich sich in einer kleinen interessierten Gruppe zusammen zu finden und das Problem zu bearbeiten/lösen.

Dezentrale Organisation

Montag, 17. November 2008

Hierarchische Systeme haben den Vorteil, dass Verantwortungen klar zugeteilt sind. Man kann immer genau rausfinden wer Schuld hat, deshalb werden Probleme wie heiße Kartoffeln von einem zum nächsten gegeben, bis mal einer nicht aufpasst und sich die Finger verbrennt.

Aber am Ende des Tages gab es viel böses Blut, nen Schuldigen und ein unbearbeitets Problem, weil der ganze Tag für die Verwaltung von Verantwortung und dem Abheften der entlastenden Mails drauf ging.

Einfaches Beispiel:

Ein Eintrag auf der FH Webseite soll angepasst werden. Aber es gibt klare Verantwortungen die verhindern, dass der Eintrag selbst editiert wird. Also muss man zuerst eine Mail an den Studiengangsleiter schicken um die Zuständigkeit zu erfahren. Oft ist es nötig das Problem genauer zu beschreiben. Hat man die Zuständigkeit herausgefunden schreibt man eine Mail in der man das Problem beschreibt und hofft, dass es erledigt wird, 2, 3 Tage oder Wochen warten um dann nach erneuter Nachfrage zu erfahren, dass sich die Zuständigkeiten verändert haben und jetzt ein andere verantwortlich ist. Den schreibt man erst garnicht an, weil man aus Erfahrung weiß, das der neue Zuständige auf Anfragen erst reagiert wenn man eine Beschwerde an den Studiengangsleiter schreibt in der man dann das Problem bei der Problembehebung beschreibt, damit dieser entscheiden kann ob der Zuständige seine Aufgabe Ordnungsgemäß ausgeführt hat und im Zweifelsfall eine Mail verfasst um den Zustädigen seine Verantwortung zu verdeutlichen. Der nächste Schritt wäre jetzt beim Zuständigen für den für Webseiten Zuständigen zu erfragen wer für die Zuständigkeiten zuständig ist um von diesem zu erfahren, wer für die Zuständigkeitszuordnung zuständig ist um dort eine Zuständigkeitsänderung des Zuständigen zu erwirken.

Ich erinnere hier mal an das Problem: Ein Eintrag auf der FH Webseite soll angepasst werden.

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Und mal wieder wurden viele Worte für ein kleines Problem verschwendet.

Deshalb möchte so wenige Zuständigkeiten wie möglich zuordnen und eher Wege entwickeln Probleme zu lösen, statt neue zu schaffen.

Mehr zu dezentraler Organisation gibts auch in meiner Diplomarbeit oder dem Buch: Der Seestern und die Spinne

Neues Ziel: Wissensökonomie

Montag, 17. November 2008

Natürlich wird sich die Glanzunion weiter für die Belange der Design Freelancer einsetzen. Aber um mit der schnellen Entwicklung in unserem Bereich nachhaltig mithalten zu können, dürfen wir die Strukturen nicht vernachlässigen. Deshalb werde ich das zweite Ziel: “Wissensvermittlungstechniken und Organisationsstrukturen weiterentwickeln” fest integrieren.

Es soll nicht nur darum gehen den effektiven Einsatz von Software oder Techniken zu lernen, sondern auch das Lehren soll stetig weiter entwickelt werden um noch mehr Zeit zum kreativen Spielen zu haben.

Barcamping

Montag, 17. November 2008

das ich grad Vordergründig ein Barcamp plane wird einige sicher verwundern, weil ich eigentlich Diplom machen muss, aber da Wissensaustausch Kernpunkt in meinem Konzept ist, muss ich dieses Format einfach ausprobiern.

Da ich mich Anfangs nicht zu sehr in eine Nische wagen wollte, starte ich das Projekt zusammen mit Peng und Blick auf das Thema “Kommunikation”. Aber wenn der erste Test gut geht und sich hier die Idee des Barcamps verbreitet steht einem Glanzcamp nichts im Wege.

Mein hinterhältiger Plan:

Ich werde beim Pengcamp einige Themen, die mit meinem Diplom zusammenhängen, anbieten und kann hoffentlich ein Paar schlaue  Diskussionspartner gewinnen. Von dem Austausch verspreche ich mir eine Überprüfung meiner Ansätze und neue Ideen. Zudem möchte ich das Konzept der Opensource Organisation unter realen Bedingungen erproben und es nachvollziehen können, damit ich die Stärken und Schwächen dieser Form verstehe. Ich hoffe aber auch in Kontakt mit Leuten zu kommen, die sich mit Wissensökonomie beschäftigen um über diesen Austausch eine stetige Weiterentwicklung des Projekts zu ermöglichen.

Empfehlungen bewerten

Samstag, 08. November 2008

Ich habe lange darüber nachgedacht, wie man die vermittlung von Artists an Auftraggeber am besten regeln kann. Die Idee, dass man dies Zentral löst liegt Nahe, man könnte Themen Chefs wählen und diese leiten die Anfragen an die Artist weiter. Nachteil dieses Plans sind aber, dass die Chefs ihre Empfehlungen rein Subjektiv abgeben. Neue Mitglieder müssen im Kontakt mit den Chefs sein, damit dieser sie überhaupt vermitteln kann. Dies führt zum einen zu einer konzentration von Macht und bedeutet einen erheblichen Aufwand für die Chefs, die für diese Aufgabe auch eine Gegenleistung erhalten müssten. Was zu höheren Kosten für die Mitgliedschaft führen würde.

Auf meinen neuen Ansatz bin ich jetzt durch ein anderes Thema gekommen, das nicht minder brisant ist. Wie geben wir den Auftraggebern die Chance ihre Freelancer zu bewerten? Ich denke jeder von uns hat Firmen mit den er besser oder schlechter auskommt. Wenn ein Job nicht klappt, muss das nicht immer am Artist liegen. Aber wenn man bei seinem ersten Job gleich Pech hat, kann das einer Brandmarkung gleich kommen und die weitere Karriere stark behindern. Ausserdem würde die Diskussion über die angemessenheit der Bewertungen viel Zeit und Energie kosten.

Und hier der neue Ansatz:
Auftraggeber bieten Jobs an, darauf hin können sich die Mitglieder selber bewerben, oder man kann andere Mitglieder vorschlagen. Der Kunde sieht dann eine stets aktuelle Liste, mit den Empfehlungen und Bewerbungen. Wenn viele bei einem Artist sagen, der ist super dafür geeignet, dann wird da schon was dran sein. Allerdings würde dies alleine nur die Vetternwirtschaft fördern. Um dies abzuschwächen kommt jetzt die Bewertung ins Spiel. Anstatt direkt die Artists zu bewerten, bekommen die Empfehler ähnlich wie bei Ebay einen Score bestehend aus Punkten für gute Empfehlungen und der Quote, also wieviel Prozent der abgegeben Empfehlungen gut waren.

Optisch könnte man dieses System bei der Suche nach Designern wie folgt umsetzen:

  • Menge (aller Empfehlungen):
    Jede Empfehlung wird individuell angezeigt. Also bei 5 Empfehlungen erscheinen hinter dem Artist 5 Sterne
  • Größe (der einzelnen Empfehlungen):
    Je nach Anzahl der guten Empfehlungen wird das Icon größer.
  • Farbe (der einzelnen Empfehlungen):
    Diese repräsentiert die Quote in einer Skala von Grün (100%) nach Rot (0%). Wobei ich keinen linearen Farbverlauf nutzen würde, sondern im oberen Prozentbereich stärkere Veränderungen vornehmen würde.

Zusätzlich zur manuellen Empfehlung würde ich ein automatisches System einführen. Man kann einem Artist also auch für verschiedene Bereiche einer Dauerempfehlung aussprechen.

Vorteile dieses Systems:

  • Niemand muss sich ausschließlich um die Verwaltung der Mitglieder kümmern
  • Neueinsteiger haben eher eine Chance
  • Jeder kann eine zweite Chance bekommen
  • Keine Konzentration von Macht
  • Die Leute werden sich genauer überlegen wen sie vorschlagen