Corporate Culture – Open Source Netzwerk
Um das Potenzial, dass in einem Freelancer Netzwerk steckt, voll auszunutzen, werden die Grundlagen der Glanzunion konsequent veröffentlicht. Denn es geht hier nicht darum den größt möglichen Profit zu erwirtschaften, sondern unser Ziel ist es, das Leben von Freelancern (im Allgemeinen) durch Technologie (Wikis, Websitemodule, Roboter die irgendwas machen) und Kultur (Vertragskram, Verhaltensregeln, Vertrauensbildende Mittel, Geld) zu vereinfachen.
Meine Beobachtungen zeigen mir, dass bei einer Organisation der Verwaltungsaufwand mit steigender Mitgliederzahl anfangs erst mal sinkt, dann aber wieder ansteigt. Ich denke ein wichtger Grund dafür ist, dass die Interessen der Beteiligten immer weiter auseinander gehen. Der Aufwand allen Anforderungen gerecht zu werden, führt zwangsläufig zu Konflikten oder faulen Kompromissen. Deshalb möchte ich das Netzwerk eher überschaubar halten. Mein Gefühl sagt mir, dass 20-40 Leute notwendig sind, damit genug dabei sind, die Verantwortung übernehmen. Ab 100 Leuten wirds aber schon schwer allen gerecht zu werden, wie weit man das nach oben ausdehnen kann, muss man ausprobieren.
Mein Plan ist es eher mit der “Glanzunion” zu starten. Jeder der zu uns passt wird erst mal aufgenommen. Ist die kritische Masse erreicht und es zeichnen sich Spannungen ab, wird über eine Aufspaltung nachgedacht.
Bsp: 150 Mitglieder (80 Designer, 30 Programmierer, 40 Sonstige)
-> Glanzunion (80 Designer + 30 Sonstige)
-> Codeunion (30Programmierer + 10 Sonstige)
Damit diese Aufspaltung möglichst reibungslos ablaufen kann, ist es wichtig, dass Sie von Anfang an nicht als Bedrohung, sondern als Chance verstanden wird. Denn die neue Organisation kann jetzt leicht, alten Balast abwerfen und sich auf Grundlage der Mutterorganisation ihre eigene Identität schaffen. Umgekehrt kannt aber auch die Mutterorganisation von ihrem Nachwuchs lernen. Anfangs werden sich die Organisationen wohl noch relativ ähnlich entwickeln, aber jede wird sich etwas besser auf den eigenen Markt anpassen. Je stärker aber die Differenzierung durch Ausgründung von neuen Netzwerken voran schreitet, desto klarer werden die Unterschiede ausfallen. Und hier liegt die Chance, denn vielleicht entwickelt die “Physikunion, Berlin” ja ein neues Modul für ihre Webseite. Jemand von der “Glanzunion, Design, Mainz” findet das Tool geil, aber die usability ist nicht vorhanden. Also schreibt er nen bessers Skin. Am Ende können sich alle über ein besseres Tool freuen. Aber nicht nur die Neugründung von Partnerorganisation ist wichtig, sondern auch der Zerfall von schwächeren Netzwerken. Dadurch, dass alle Entwicklungen veröffentlicht wurden geht nichts verloren. Ich finde es wichtig, dass es möglich ist zu scheitern. Viele Fragen lassen sich nur durch ausprobieren beantworten. Und wenn sich dann eine Lösung als sinnvoller herausstellt, sollte es nicht um Gewinner oder Verlierer gehen, sondern jeder sollte die Chance nutzen von der besseren Idee zu profitieren. Die Netzwerke mutieren und manche gehen ein, dafür überleben andere. “Netzwerk Evolution”. Es hat schon seinen Grund, dass sich dreibeinige Hunde nicht durchgesetzt haben. Aber das Gute ist, auch wenn einige Netzwerke untergehen, tun sie dies nur, weil die Mitglieder was besseres gefunden haben.
Insgeheim hoffe ich sogar, dass ich irgendwann glanzunion.de mit einem digitalen Grabstein versehen kann, weil sich was tolleres entwickelt hat. Ich wünsch uns viel Erfolg