Glanzunion (Orga)
Aus Diplomarbeit
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Zielsetzung
Die Glanzunion soll es den Freelancern ermöglichen, sich zu organisieren und gemeinsam ihr Leben zu vereinfachen. Probleme die alle haben, sollen gemeinsam und möglichst effizient gelöst werden.
Zu lösende Probleme:
- Buchhaltung, Rechnungsstellung und Steuern
- Fortbildung
- Jobsuche und Einkommenssicherheit
- Projektabwicklung
- Aufbau von Infrastruktur und Umgang mit Geld
- rechtliche Sicherheit
- gesellschaftliche Akzeptanz unserer Arbeitsform
Manifest
Das Manifest der Glanzunion setzt sich aus den Idealen der Mitglieder zusammen.
Jedes Mitglied hat die Möglichkeit unter seinem Account eigene Thesen zu veröffentlichen. Oder fremde Thesen zu übernehmen. Die beliebtesten Thesen stellen dann das Manifest der Glanzunion dar. Das Manifest vermittelt so ein aktuelles Meinungsbild der Mitglieder und es lassen sich Entwicklungen daran ablesen.
siehe auch: Glanzunion (Manifest)
Wachstum, Aufspaltung und Zerfall
Die Geschichte beweist, dass keine Organisation für die Ewigkeit gemacht ist. Denn "das Bessere ist der Feind des Guten" (Voltaire) und die Vergangenheit zeigt, dass die Geschichte langfristig wenig Rücksicht auf veraltete Strukturen nahm. Anzunehmen, dass die Konzepte der Glanzunion von Dauer sind, würde aber eine Veralterung begünstigen.
Wachstum
Wie unter "Mitglieder" genauer beschrieben, soll das Wachstum auf sozialen Netzwerken basieren. Der Kern der Glanzunion ist erst mal Film und Design, aber dazu passt doch auch Dokumentarfilm und dazu passt doch Journalismus. Die Themenschwerpunkte werden sich also dynamisch mit den Mitgliedern entwickeln. Jeder, der einen Nutzen aus der Gruppe zieht und seine Fähigkeiten einbringen kann, ist willkommen. Dadurch wird sich mit der Zeit der Kompetenzbereich der Glanzunion erweitern und verschieben.
Aufspaltung
Meine Beobachtungen bei Peng zeigen mir, dass bei einer Organisation der Verwaltungsaufwand mit steigender Mitgliederzahl anfangs erst mal sinkt, dann aber wieder ansteigt. Ein wichtger Grund dafür ist, dass die Interessen der Beteiligten immer weiter auseinandergehen. Der Aufwand, allen Anforderungen gerecht zu werden, führt zwangsläufig zu Konflikten oder faulen Kompromissen. Deshalb möchte ich das Netzwerk eher überschaubar halten. 20-40 Leute sind notwendig, damit genug beteiligt sind, die Verantwortung übernehmen. Ab 100 Leuten wird es aber schon schwer den Überblick zu behalten. Wie weit man das nach oben ausdehnen kann, muss man ausprobieren.
Mein Plan ist es, eher mit der “Glanzunion” zu starten. Jeder der zu uns passt, wird erst mal aufgenommen. Ist die kritische Masse erreicht und es zeichnen sich Spannungen ab, wird über eine Aufspaltung nachgedacht.
Bsp: 150 Mitglieder (80 Designer, 30 Programmierer, 40 Sonstige) -> Glanzunion (80 Designer + 30 Sonstige) -> Codeunion (30Programmierer + 10 Sonstige)
Durch die Abspaltung wird für beide Gruppen der Verwaltungsballast reduziert.
Damit diese Aufspaltung möglichst reibungslos ablaufen kann, ist es wichtig, dass sie von Anfang an nicht als Bedrohung, sondern als Chance verstanden wird. Denn die neue Organisation kann jetzt leicht alten Balast abwerfen und sich auf Grundlage der Mutterorganisation ihre eigene Identität schaffen. Umgekehrt kann aber auch die Mutterorganisation von ihrem Nachwuchs lernen. Anfangs werden sich die Organisationen wohl noch relativ ähnlich entwickeln, aber jede wird sich etwas besser an den eigenen Markt anpassen. Je stärker aber die Differenzierung durch Ausgründung [Ausbildung] von neuen Netzwerken voran schreitet, desto klarer werden die Unterschiede ausfallen. Und hier liegt die Chance, denn vielleicht entwickelt die “Physikunion, Berlin” ja ein neues Modul für ihre Webseite. Jemand von der “Glanzunion, Design, Mainz” findet das Tool geil, aber die Usability ist nicht vorhanden. Also schreibt er ein besseres Skin. Am Ende können sich alle über ein besseres Tool freuen. Aber nicht nur die Neugründung von Partnerorganisationen ist wichtig, sondern auch der Zerfall von schwächeren Netzwerken. Dadurch, dass alle Entwicklungen veröffentlicht wurden, geht nichts verloren.
Zerfall
Für eine nachhaltige Entwicklung ist es wichtig, dass die Möglichkeit des Scheiterns besteht. Viele Fragen lassen sich nur durch ausprobieren beantworten. Und wenn sich dann eine Lösung als sinnvoller herausstellt, sollte es nicht um Gewinner oder Verlierer gehen, sondern jeder sollte die Chance nutzen, von der besseren Idee zu profitieren. Die Netzwerke mutieren und manche gehen ein, dafür überleben andere. “Netzwerk Evolution”. Es hat schon seinen Grund, dass sich dreibeinige Hunde nicht durchgesetzt haben. Aber das Gute ist, auch wenn einige Netzwerke untergehen, tun sie dies nur, weil die Mitglieder was besseres gefunden haben.
Insgeheim hoffe ich sogar, dass ich irgendwann glanzunion.de mit einem digitalen Grabstein versehen kann, weil sich was Tolleres entwickelt hat. Ich wünsch uns viel Erfolg.
Mitglieder
Motivation
Sowohl aus Selbstbeobachtung, als auch aus dem Betrachten meines Umfeldes habe ich festgestellt, dass intrinsische Motivation (also aus einem selbst heraus), die wichtigste Voraussetzung für herausragende Leistungen ist. Extrinsische (Druck von Außen) führt meistens nur zu Notlösungen, wie man zum Beispiel beim Mac Pool in der FH beobachten kann, der nach 6 Monaten noch nicht läuft, während der Farbkorrekturplatz nach zwei Stunden einsatzbereit war. Meine intrinsische Motivation machte sich nicht nur zum Thema, Motivation selbst besser zu verstehen, mit ihr selbst wurde ich mit mir dazu gebracht, Bücher in wenigen Tagen zu verschlingen, während die extrinsische Motivation, z.B. eine Diplomarbeit zu dem Thema zu schreiben, nicht ausgereicht hat, Zitate zu sammeln.
Bücher, die ich gelesen habe:
- Humanomics
- Kopflos
- Der Seestern und die Spinne
- Dinge geregelt kriegen (ohne einen Funken Selbstdisziplin)
Des Weiteren ist festzustellen, dass intrinsische Motivation sehr leicht durch Ausweitung von Aufgaben zerstört werden kann. Die Motivation (M) bleibt konstant, während die Zahl der Aufgaben (A) unbegrenzt steigen kann. Die Motivation verteilt sich also auf alle Aufgaben. Unterschreitet jetzt die Motivation pro Aufgabe die Kleinste Aufraff-Motivation (KAM), bleibt die Aufgabe liegen.
Oder als Formel:
M/A = MA if ( MA<KAM ) "bleibt liegen"; else "wird erledigt";
Versucht man jetzt die Motivation durch Druck zu erhöhen, verhält sie sich wie ein Schwamm. Es ist also sinnvoller die Motivation durch Anreize zu steigern.
Anwendung auf die Glanzunion
Zielgruppe der Glanzunion sind Leute, die intrinsisch motiviert sind. Um dies zu überprüfen, muss jeder eine gewisse Investition (primär Arbeitszeit) in die Glanzunion einbringen. (Mehr dazu unter Geld.)
- Lieber arbeite ich mit 10 motivierten Leuten zusammen an was Tollem, als dass ich 500 unmotivierte Leute antreiben muss, was durchschnittliches zu produzieren.
Zudem sollten starre Strukturen vermieden werden und die ganze Organisation so schlank, flexibel und transparent wie möglich sein. Ich möchte keine festen Verantwortlichen für die verschiedenen Bereiche definieren, die dann ihre Untergebenen zu Spitzenleistungen antreiben, sondern solche, die Probleme und Aufgaben sichtbar machen.
Jeder kann kleine Projekte vorschlagen, denen dann nicht zugestimmt werden muss, sondern die man mit Gegenargumenten stoppen oder korrigieren kann. Größere Projekte bedürfen dann einer gewissen Anzahl an Fürsprechern, bevor sie in dieses Verfahren reinrutschen. Es geht darum, keine Steine in den Weg zu legen, damit die Selbstmotivation möglichst wenig unterbrochen wird. Und damit richtige Entscheidungen getroffen werden können, muss auch jeder, der das will, bescheid wissen, was abgeht. Wie viel Geld ist auf dem Konto und wie sehen die Einnahmen und Ausgaben aus. Nur dann kann man einschätzen, ob ein Workshop, der 2000€ kostet, überhaupt Sinn macht. Natürlich ist es auch hierbei wichtig, dass nicht jeder der erst seit zwei Wochen dabei ist den Prozess blockieren kann und Leute, die ständig nicht konsensfähige Vorschläge haben, gebremst werden. Aber es muss auch möglich sein, dass jemand, der erst wenige Tage dabei ist eine Chance hat, seine Ideen einzubringen und umzusetzen. Leicht wird das nicht, aber grundsätzlich sollte gelten:
Wer was macht, hat Recht! (Außer, es kann im Einzelfall widerlegt werden.)
Selektion
Von allen Faktoren wird dieser der emotionalste sein. Zu beachten sind:
- Es soll ein Qualitätsniveau gewahrt werden
- Es darf keine Willkür geben
- Zwischenmenschliche Faktoren sollten einfließen
- Es darf nicht zu aufwendig werden
Der klassische Weg (Bewerber reichen Mappe und Fragebogen beim Recruting ein, dieser selektiert vor und am Ende entscheidet der Vorstand oder die Mitgliederversammlung) scheidet aus, weil er den letzten drei Kriterien widerspricht.
Empfehlungen
Da wir es nicht auf größtmöglichen Wachstum anlegen, ist es für die Entwicklung ausreichend, wenn sie nur über direkte Kontakte erfolgt. Jedes Mitglied (vielleicht braucht es auch mehr als eine Stimme, muss probiert werden) kann Interessenten in den Status Bewerber befördern.
Hintertür
Ist jemand gerade erst zugezogen oder hat aus anderen Gründen noch keinen Kontakt mit Mitgliedern, kann er diese kontaktieren und von seinem Talent überzeugen.
Absicherung
Um zu verhindern, dass ein Mitglied immer nur Pfeifen ins Netzwerk bringt, könnte man einen Score einführen. Dieser sorgt dann für unterschiedliche Gewichtung der Stimmen.
Mögliche Berechnung:
Bewerber wird Mitglied = M+1 Bewerber wird abgewiesen = a+1 1+M --- = Score 1+a
Rangsystem
Auch wenn es keine Hierarchie in der Glanzunion geben wird, ist eine gewisse Strukturierung der Mitglieder nach Fähigkeiten und Verantwortungsbereitschaft sinnvoll. Intern funktioniert dies als ein Anreizsystem, weil die Ränge nach außen als ein Qualitätssiegel gezeigt werden. Dabei ist es wichtig, dass die Qualität richtig kommuniziert wird. Zur Überprüfung der Fähigkeiten könnte man für jeden Aufstieg einen Workshop der höheren Stufe verlangen.
Für die Glanzunion möchte ich, um die Kerngedanken des Wissensaustauschs und der Kooperation herauszustellen, den Aufstieg an eine Leistung für die Gruppe binden. Im untersten Rang reicht ein Tutorial aus, aber mit den Rängen muss auch der Umfang und die Qualität steigen. Eine Vortragsreihe zu einem Fachthema wäre eine mögliche Leistung, die zur zweithöchsten Stufe führt. Der höchste Rang ist ein Ehrenrang, den man nur durch besondere Leistungen und nicht durch eine Prüfung erreichen kann. Er wird einstimmig (oder xx% Mehrheit) vom Kollektiv vergeben.
- Stufe0: Interessenten
- Voraussetzungen: Keine
- Rechte:
- Darf an Grundlagen Workshops teilnehmen
- bekommt ein SCHEIN Konto
- kann arbeiten in der Organisation übernehmen
- Stufe1: Bewerber (Pfadfinder)
- Voraussetzungen: 100 SCHEIN, muss von X Mitgliedern vorgeschlagen werden, Vertrag
- Aufstiegsleistung: Software Vorstellung (Bsp: was macht AFX), Tipps und Tricks
- Zusätzliche Rechte:
- Zugriff auf alle Videotutorials
- Stufe2: Junior
- Voraussetzungen: 1000 SCHEIN Guthaben
- Aufstiegsleistung: Grundlagen zu einem Bereich (Compositing in Fusion)
- Zusätzliche Rechte:
- Das Portfolio wird veröffentlicht
- Volles Stimmrecht
- Kann sich auf alle Jobs bewerben
- Darf alle Workshops besuchen (Vorrecht für höhere Ränge)
- Darf Steuer- und Rechtsberatung in Anspruch nehmen
- Stufe3: Senior
- Voraussetzung: 1000 SCHEIN Guthaben
- Aufstiegsleistung: Grundlagen in einem Spezialbereich (Metalshading bei einer Autowerbung)
- Stufe4: Teamleiter
- Voraussetzung: 1000 SCHEIN Guthaben
- Aufstiegsleistung: Organisation einer Vortragsreihe, BarCamp, Kongress
- Stufe5: Tony Hawk of Glanzunion (AT)
- Voraussetzung: Wird von 10% der Mitglieder aktiv nominiert und (fast) alle Mitglieder Stimmen zu
Anmerkungen
- Genauere Definitionen müssen in der Gruppe entwickelt werden.
- Es soll keine Quote für Durchfaller geben, wer gute Arbeit abliefert, bekommt die Auszeichnung.
- Alle Leistungen müssen dokumentiert (gefilmt) und den Mitgliedern zur Verfügung gestellt werden.
- Der Aufstieg zum zweithöchsten Rang sollte ca. 5-10 Jahre Berufserfahrung erfordern.
- Ränge könnten Voraussetzungen für gehobene Workshops sein.
- Ränge geben keine zusätzlichen Rechte (s.o.) und beschreiben nur das handwerkliche Können des Mitglieds.
- Einsteiger haben die Möglichkeit bei einem höheren Rang einzusteigen, vorausgesetzt sie erbringen die erforderliche Leistung.
Wissen
Da die verschiedenen Formen bereits im Kapitel Wissen besprochen wurden, gehe ich hier nur auf den Ablauf ein.
Workshops
Workshops werden von Mitgliedern für Mitglieder veranstaltet, um sich zu präsentieren und das allgemeine Wissen zu steigern. Die Workshops finden auf Initiative der Mitglieder statt. Um einen weiteren Anreiz zu schaffen selbst Workshops anzubieten, zahlt die Glanzunion für jeden Teilnehmer eine Prämie in SCHEIN. Einsteigerworkshops sind offen für alle, wobei Mitglieder bei hoher Nachfrage den Vorrang erhalten. Workshops auf höherem Niveau sind nur für Mitglieder frei und können von Nichtmitgliedern gegen eine Gebühr (Euro, SCHEIN oder Mischzahlungen) besucht werden.
Digitale Aufzeichnung
Es wird versucht, alle Workshops aufzuzeichnen. Einfache Workshops werden jedem, bessere Workshops nur den Mitgliedern zugänglich gemacht. Auch hier bekommen die Veranstalter für jeden Zuseher eine Gutschrift auf ihr SCHEINKonto.
Wikis
Die Glanzunion wird sich am Aufbau des Filmmaking Wikis auf Hackermovies.de beteiligen.
Zusätzlich wird auf glanzunion.de [1] ein Wiki für die interne Organisation angelegt.
Als weitere Plattform wird Wikit.org für Diskussionen für allgemeine Organisationsfragen genutzt.
SocialForumSystem
Für den internen und kurzfristigen Wissensaustausch sollte versucht werden ein eigenes System zu entwickeln, das Eigenschaften verschiedener Formate kombiniert. Ein paar Ansätze für ein solches System finden sich hier: Wissen#SocialForumSystem
Konferenzen
Da es mit der FMX in Deutschland bereits eine gute Konferenz gibt, ist es nicht nötig, selber eine zu veranstalten. Um aber die Chancen der Mitglieder zu erhöhen, ihr Wissen bei einer solchen Konferenz vorzustellen, wäre eine Präsentation ausgewählter Workshops (Videos) speziell für die Veranstalter denkbar. Diese können sich vorab ein Bild vom Vortragenden machen und haben dadurch weniger Risiko.
Barcamps
Barcamps sollen als regelmäßige Veranstaltung wichtiger Bestandteil der in- und externen Kommunikation werden. BarCamps dienen dazu sich untereinander besser kennen zu lernen, gemeinsame Projekte zu initiieren und werden so zu einem Marktplatz der Ideen.
Zudem soll ein jährliches FilmmakingCamp in Zusammenarbeit mit Hackermovies, dem Capitol und Peng organisiert werden, das zu einer wichtigen Ergänzung der deutschen Filmszene avancieren kann.
Interne Arbeiten
Einige der Aufgaben habe ich hier gesammelt: Glanzunion (Aufgaben)
Problemlösung
Oft verhindert Verantwortungsverwaltung die Problemlösung. Aber viele haben Angst davor, dass sich bei fehlenden Verantwortlichkeiten niemand darum kümmert. Ich sehe das frei nach Passig und Lobo:
Probleme sind wie dreibeinige Hunde, sie kommen immer zu dem, der sich um sie kümmert
und ergänze noch: Wenn sich keiner drum kümmert, war das Problem nicht wichtig.
Trotzdem halte ich ein sinnvolles Problem-Management für wichtig. Vielleicht auch in Form eines Wikis.
- Wer ein Problem erkennt, schreibt es auf
- Wer das Problem wichtig findet, gibt dem Problem seine Stimme (einsehbar)
- Wer einen Lösungsansatz hat, beschreibt ihn (inkl. Kosten, auch Arbeitskosten)
- Wer bereit ist, das Geld zu investieren, kann sein Budget zur Verfügung stellen (mehr später beim Thema Geld)
- Sind Geld/Unterstützung zusammen, wird der Plan umgesetzt
- Problem kommt ins Archiv
Natürlich kann man auch bei jedem Schritt das Problem sofort lösen oder die Beschreibung/Lösung verbessern.
Ich halte es für absolut notwendig, dass auftretende Probleme für alle Beteiligten sichtbar sind. Große Probleme werden dann automatisch die Aufmerksamkeit vieler bekommen, kleine Probleme werden vielleicht von wenigen wahrgenommen.
Durch die Sichtbarkeit der “auch als Problemempfinder” ist es zudem möglich, sich in einer kleinen interessierten Gruppe zusammenzufinden und das Problem zu bearbeiten/lösen.
Geld
Einnahmen
Um die Startinvestitionen gering zu halten und gerade Einsteigern die Chance zu geben ihren Beitrag zur Glanzunion zu leisten, wird es ein gemischtes Finanzierungssystem, bestehend aus Euro und einer internen Währung, geben.
Euro
Um die externen Kosten (Buchhaltung, Steuern, Anschaffungen, Miete) zu finanzieren, brauchen wir anerkanntes Geld. In unserem Fall Euro. Diese werden als Prozentsatz der Einnahmen (Gewinn vor Steuern) abgerechnet. Er sollte unter 5% liegen und wird einmal im Jahr angepasst.
bei 50 Mitgliedern, die 40.000€ im Jahr einnehmen, sind das: bei 5% 50*40.000€*5%=100.000€ bei 2% 50*40.000€*2%= 40.000€
Zudem werden durch Workshops weitere Einnahmen erzielt.
Büroausstattung wie Rechner, Server, Tische, Software können durch diese Summen vorfinanziert werden, werden aber später durch Nutzungsgebühren, die zusätzlich bezahlt werden, ausgeglichen.
Eigene Währung (SCHEIN)
Um die internen Kosten zu decken und dabei für eine ausgeglichenere Verteilung der Arbeit für die Organisation zu sorgen, werden wir eine eigene Währung einführen. Den SCHEIN.
SCHEIN Schöpfung
Der SCHEIN repräsentiert den Wert der Glanzunion. Er wird von den Mitgliedern durch Arbeit geschaffen und ist eine Art Messwert für den eigenen Anteil. Damit man vollwertiges Mitglied werden kann, muss man 5 Tage auf "Junior Niveau" am Aufbau mitgearbeitet haben. Diese Arbeit wird durch 1000 SCHEINE repräsentiert. Es bedarf noch einiger mathematischer Überlegung und Erfahrungswerte, bis man die genaue Summe, die pro Mitglied geschöpft werden kann, errechnet hat, was sicher auch mit dem aktuellen Wachstum zusammenhängt. Anfangs werden wir Aufgaben mit Budgets anbieten, für deren Erledigung SCHEINE verteilt werden. Sobald sich genug Mitglieder gefunden haben und die Infrastruktur steht, wird eine max. SCHEINmenge festgelegt, die pro Mitglied im Umlauf ist.
Schwundgeld
Neben diesen 5 Tagen Anfangsinvestition sollte man später noch einen Tag Arbeit (200SCHEINE) einbringen. Statt aber die Geldmenge jedes Jahr zu erhöhen, werden wir 20% Steuern auf das SCHEIN Vermögen erheben. Und zusätzlich ist jedes Mitglied verpflichtet, zum Jahreswechsel (Mitgliederversammlung) 1000 SCHEIN vorzuweisen. (Mind. alle 2 Jahre, sonst droht in unbegründeten Fällen der Rauswurf.) Die Steuern landen wieder im Budget der Glanzunion und können neu investiert werden. Im Gegensatz zur stätigen Neuschöpfung bleibt so die Geldmenge pro Mitglied konstant. Das Horten von Geld wird unwirtschaftlich und im System entsteht mehr Dynamik. Und durch den folgenden Punkt entsteht eine größere Flexibilität für die Mitglieder.
Indirekte Arbeit
Mit dem SCHEIN darf unter den Mitgliedern und Bewerbern frei verhandelt werden. Das ermöglicht, dass ein Ungleichgewicht zwischen den Mitgliedern ausgeglichen werden kann. Jemand der z.B. die Pflege der Webseite übernimmt oder viele tolle Workshops anbietet und sich so ein fettes Plus auf seinem Konto erarbeitet, kann und sollte (Auf Grund der Steuern) anderen Mitgliedern, deren Fähigkeiten beim Ausbau der Glanzunion gerade nicht gebraucht werden, die Chance geben, sich ihren Anteil zu erwirtschaften. Dabei sind der Phantasie nur durch das Strafgesetzbuch Grenzen gesetzt. Egal ob Euro, Waren oder Dienstleistungen getauscht werden, hauptsache jeder hat am Ende des Jahres seine 1000 SCHEIN zusammen.
Keine festen Wechselkurse
Der SCHEIN orientiert sich zwar anfangs bei der Kostenberechnung für interne Aufgaben noch am Wert des Euro, ist aber nicht an ihn gekoppelt. Es gibt keine festen Vorgaben, welche Aufgabe wie viel Wert ist oder wie der Wechselkurs zum Euro ist. Das muss sich entwickeln. Dieses Vorgehen hat den Vorteil, dass wir intern nicht von Inflationskosten betroffen sind, da sich die Geldmenge nicht aufbläht.
Rechtliches
Ich wüsste so gerne was das Finanzamt dazu sagt?
Die Glanzbank
Da das System anfangs noch sehr übersichtlich ist, würde eine Fälschung oder Manipulation schnell auffallen. Deshalb finden die ersten Transaktionen noch über E-Mail statt. Mit steigendem Handel und zunehmender Komplexität muss aber ein softwaregestütztes System aufgebaut werden.
Der Name SCHEIN
Die Bezeichnung unserer Währung sollte sowohl eine Verbindung zu Geld als auch zur Glanzunion haben. Beides ist beim SCHEIN gegeben. Zudem ist auch der anteilsSCHEIN ein guter Vergleich. Der Spruch: "Mehr Schein als Sein" wurde jetzt zwar schon öfter als Gegenargument angebracht. Aber da er sich ebenso auf den Dollar- bzw. Euro-Schein anwenden lässt, muss man das aushalten. Zudem liefert dieser Spruch eine tolle Einleitung zur Erklärung. Der SCHEIN ist durch Arbeit gedeckt, aber wodurch ist nochmal der Euro abgesichert?
Grundlagen
Geld ohne Zinsen und Inflation: Ein Tauschmittel, das jedem dient
Ausgaben
Alle Einnahmen in Euro/SCHEIN werden in zwei Gruppen unterteilt. Zum einen gibt es ein Vermögen, welches durch mehrheitliche Entscheidungen verwaltet wird. Aber jedes Mitglied behält einen Anteil seines eingebrachten Vermögens, dass er in Gemeinschaftsprojekte investieren kann. Damit soll es ermöglicht werden, dass auch Projekte durchgeführt werden, die erst mal nur einer kleinen Gruppe nutzen. Dadurch, dass jeder die Kontrolle über einen Teil seiner Einnahmen behält, bleibt eine Verbindung zwischen Leistung und Investitionen gewahrt.
Gemeinsamer Topf
Hier drin finden sich Ausgaben, die jedem nutzen. Räume, Möbel, Beamer, Webseite, aber auch Buchhaltung, Steuer- und Rechtsberatung werden daraus finanziert.
Entscheidungsfindung
Jedes Mitglied kann einen Vorschlag für ein neues gemeinsames Projekt einbringen. Bsp.: Beauftragung eines Steuerberaters. Dies kann er veröffentlichen. Dann findet eine Diskussionphase statt, bei der verschiedene Entwürfe gesammelt werden können. Dabei kann man einen oder mehrere Entwürfe unterstützen. Gibt es für einen Entwurf genug Unterstützer, wird dieser zur Wahl gestellt. Entscheidung, fertig.
Private Töpfe
Neben diesen Kernausgaben behält jedes Mitglied die Möglichkeit sein Geld gezielt in Projekte zu investieren. Dabei ist wichtig, dass es Projekte sein müssen, die mehreren helfen. Dies könnte zum Beispiel ein Stand auf einer Fachmesse sein oder auch ein Webtool oder eine Software, die nur von einer kleine Gruppe gebraucht wird. Dabei ist es wieder wichtig, dass eine möglichst zeitnahe Verwendung angestrebt wird. Dies lässt sich wieder durch einen Schwundsatz bewerkstelligen (jedes Jahr landet ein Teil wieder im gemeinsamen Topf). Allerdings muss es auch möglich sein Projekte zu verwirklichen, deren Finanzierung länger dauert.
Entscheidungsfindung
Genau wie beim gemeinsamen Topf kann jedes Mitglied einen Vorschlag machen und mit der Idee Budget bei den Mitgliedern sammeln. Wenn eine bestimmte Anzahl der Mitglieder ihr Geld investiert, ist das Projekt freigegeben (das soll Alleingänge verhindern). Wurde die erforderliche Summe erreicht, wird es umgesetzt. Dabei können beim Entwurf entweder eine Pflichtsumme für jeden oder nur die Gesamtkosten angegeben werden.
SCHEIN
Wird für einen Vorschlag interne Arbeitskraft benötigt, zum Bespiel beim Gestalten der Briefköpfe, dann gehört zu jedem Vorschlag entweder ein Verantwortlicher, der ein Budget angibt, oder das Projekt wird als Pitch mit einem festen Budget ausgeschrieben. Ist das Projekt umfangreicher, wird ein Team mit Teamleiter angegeben.
Jobsuche
Arbeit als Freelancer
Die Idee liegt nahe, dass man die Vermittlung von Artists zentral löst. Man könnte Themenchefs wählen und diese leiten die Anfragen an die Artists weiter. Nachteil dieses Plans ist aber, dass die Chefs ihre Empfehlungen rein Subjektiv abgeben. Neue Mitglieder müssen in Kontakt mit den Chefs sein, damit dieser sie überhaupt vermitteln kann. Dies führt zum einen zu einer Machtkonzentration und bedeutet zudem einen erheblichen Aufwand für die Chefs, die für diese Aufgabe auch eine Gegenleistung erhalten müssten. Was zu höheren Kosten für die Mitgliedschaft führen würde.
Ein andere Ansatz wäre es, die Jobanbote zu veröffentlichen, so dass sich jeder selbst vorschlagen kann. Allerdings ist es auch notwendig Vertrauen zu schaffen. Viele Internetmärkte wie Amazon und Ebay machen dies über Bewertungen. Während es in unserer Branche eher über "Kennst du noch wen?" läuft. Wer dann gute Leute kennt, wird immer wieder gefragt.
Um dieses "Vertrauen" sichtbar zu machen ist es nötig, dass wir den Auftraggebern die Chance geben, ihre Freelancer zu bewerten. Aber wer schützt dann die Freelancer vor Fehlurteilen? Wenn ein Job nicht klappt, muss das nicht immer am Artist liegen. Aber wenn man bei seinem ersten Job gleich Pech hat, kann das einer Brandmarkung gleichkommen und die weitere Karriere stark behindern. Außerdem würde die Diskussion über die Angemessenheit der Bewertungen viel Zeit und Energie kosten.
Und hier der neue Ansatz: Auftraggeber bieten Jobs an. Daraufhin können sich die Mitglieder selbst bewerben, oder man kann andere Mitglieder vorschlagen. Der Kunde sieht dann eine stets aktuelle Liste mit den Empfehlungen und Bewerbungen. Wenn viele bei einem Artist sagen, dass er super dafür geeignet ist, dann wird da schon was dran sein. Allerdings würde das alleine nur die Vetternwirtschaft fördern. Um dies abzuschwächen kommt jetzt die Bewertung ins Spiel. Anstatt direkt die Artists zu bewerten, bekommen die Empfehler, ähnlich wie bei Ebay, einen Score bestehend aus Punkten für gute Empfehlungen und der Quote, also wie viel Prozent der abgegebenen Empfehlungen gut waren.
Optisch könnte man dieses System bei der Suche nach Designern wie folgt umsetzen:
- Menge (aller Empfehlungen):
- Jede Empfehlung wird individuell angezeigt. Also bei 5 Empfehlungen erscheinen hinter dem Artist 5 Sterne
- Größe (der einzelnen Empfehlungen):
- Je nach Anzahl der guten Empfehlungen wird das Icon größer.
- Farbe (der einzelnen Empfehlungen):
- Diese repräsentiert die Quote in einer Skala von Grün (100%) nach Rot (0%). Wobei ich keinen linearen Farbverlauf nutzen, sondern im oberen Prozentbereich stärkere Veränderungen vornehmen würde.
Zusätzlich zur manuellen Empfehlung würde ich ein automatisches System einführen. Man kann einem Artist also auch für verschiedene Bereiche eine Dauerempfehlung aussprechen.
Empfehlungen von Leuten, die gemeinsam an einem Projekt gearbeitet haben, werden besonders hervorgehoben.
Vorteile dieses Systems:
- Niemand muss sich ausschließlich um die Verwaltung der Mitglieder kümmern
- Neueinsteiger haben eher eine Chance
- Jeder kann eine zweite Chance bekommen
- Keine Konzentration von Macht
- Die Leute werden sich genauer überlegen, wen sie vorschlagen
Projekte
Neben den Jobs, die ein Freelancer in einer Agentur hat, gibt es auch immer wieder Projekte, die direkt an ihn herangetragen werden. Hier gibt es einen klaren Interessenkonflikt mit Posthäusern und Agenturen. Um in keine Konkurrenzsituation zu geraten schlage ich folgendes vor:
- Die Glanzunion beschränkt sich auf eine relativ kleine, flexible Grundausstattung
- Wenn Projekte zu groß für uns werden, dann rufen wir einfach bei der passenden Agentur an und arbeiten mit ihnen zusammen
Hierarchie
"Intelligenz haben Wesen, die ihre Aufmerksamkeit nicht nur konzentriert, sondern auch überlegt verwenden können. Damit die verfügbare Aufmerksamkeit in überlegter Weise verwendet werden kann, muß die Selbstbestimmung einen Spielraum haben." Georg Franck, Ökonomie der Aufmerksamkeit, S.204
Wer ist hier der Boss?
Jedes Mitglied. Was anfangs sehr schwer zu vermitteln ist, wird um so greifbarer, wenn man sich anschaut, wie es momentan stattfindet. Denn jedes große Unternehmen tritt durch seine Mitarbeiter in Kontakt mit der Umwelt. Aber es kommt immer wieder vor, dass Anfragen die Kompetenzbereiche der Mitglieder überschreiten und die Kommunikation durch eine Rückfrage beim Vorgesetzten unterbrochen wird. Nur aus diesem Grund ist die Frage nach dem Chef so relevant. Ziel der Glanzunion ist es, diese Kommunikation nicht durch künstliche Grenzen zu unterbrechen. Natürlich wird es vorkommen, dass ein Mitglied nicht die fachlichen Kompetenzen hat. Ist dieser Punkt erreicht, sollte es aber seine Entscheidung sein, wer genug Wissen haben kann.
Followcracy
Die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen. Winston Churchill
Eigentlich könnte man sich damit auch bei der Glanzunion zufriedengeben. Da es aber die technischen Mittel gibt, kann man das Ganze etwas flexibler und dynamischer gestalten.
Aber bevor ich jetzt mit Details komme, erst mal der Blick auf das Jetzt. Was ist so schlecht an der Demokratie?
- Fast niemand kann Leute wählen, die er persönlich kennt und denen er vertraut
- Individuelle Meinungen gehen im Durchschnitt der Partei unter
- Zu wenig Partizipationsmöglichkeiten außerhalb von Parteien und zwischen den Wahlen
Aber jeden Tag selbst abstimmen, das funktioniert ja auch nicht.
Aber in Zeiten von Social Networks und der Bloggosphäre gibt es ja auch ein paar mehr Möglichkeiten. Warum gibt man nicht jedem die Chance abzustimmen oder beliebig viele Vertreter für sich zu benennen, falls man keinen Plan, keine Zeit oder Lust hat.
Stimmt man selbst ab, wird die Stimme gezählt. Stimmt man nicht ab, wird bei den Vertretern nach der Reihenfolge geschaut, ob abgestimmt wurde. Die Entscheidung wird im Falle der Wahl übernommen. Hat kein Vertreter abgestimmt, wird bei den Vertretern der Vertreter geschaut usw. bis entweder jemand abgestimmt hat oder ein Kreis entstanden ist und alle Stimmen, die sich gesammelt haben, werden zu Enthaltungen.
Jeder kann jederzeit seinen Vertreter wechseln, kann einsehen wie seine Stimme verwendet wurde, und hat sogar die Möglichkeit für einzelne Entscheidungen abzustimmen.
Variation: Jeder kann auswählen, ob seine Entscheidung offen oder geheim sein soll. Auf der anderen Seite kann der "Follower" einstellen, ob er geheime Entscheider ignorieren will.
Den Rest wird der Markt schon richten.
Name
Es geht hierbei nicht um einen Führer, sondern die Leute, die ihm folgen stehen im Mittelpunkt. Jeder ist frei jedem anderen zu folgen - auch sich selbst.
Transparenz
Um es jedem Mitglied zu ermöglichen, sich sinnvoll an Diskussionen zu beteiligen, ist es notwendig, dass jeder die Chance hat, Internes zu sehen. Alle Einnahmen (wird anonymisiert) und Ausgaben der Glanzunion sowie das aktuelle Vermögen müssen einsehbar sein. Genauso sollten alle Entscheidungen dokumentiert werden.
Öffentlichkeitsarbeit
Ziel der Kommunikation ist es, die Glanzunion als Schmelztiegel der kreativen Freiberufler im RheinMain Gebiet zu etablieren.
Für die Glanzunion
Die Kommunikation der Glanzunion soll sich dezent zurückhalten und zumeist indirekt wirken. Es soll keine Werbemailings, Adwords oder Magazinanzeigen geben. Die Strategie wird viral ausgelegt sein und von den Mitgliedern getragen. Dadurch, dass Mitglieder als kompetent gelten und gleichzeitig über ihre Mitgliedschaft bei der Glanzunion reden/ darauf verweisen, stellen die Leute einen Zusammenhang her. Diese kompetente Wirkung lässt sich am einfachsten dadurch erreichen, dass wir hohe Maßstäbe an unsere Mitglieder anlegen. Wobei auch das Rangsystem dazu beiträgt Neulingen eine Chance zu geben (da man von einem Junior weniger erwartet).
Für Mitglieder
Durch die hohen Qualitätsmaßstäbe profitiert jedes Mitglied von einem Vertrauensvorschuss. Auch dadurch, dass jedes Mitglied ein Profil auf der Webseite hat, landen viele Leute die gezielt nach jemanden suchen auch bei anderen Mitgliedern.
Das Hub
Oder vielleicht auch Gildenhaus mit WLan und Kaffeevollautomat.
Aufbau
Anfangs ist es wohl sinnvoll mit einer normalen Bürogemeinschaft zu starten, die durch einen Raum der Glanzunion (Wohnzimmer, das auch für Workshops geeignet ist) ergänzt wird. Ich denke, dass daraus eine Dynamik erzeugt werden kann, bei der Arbeitsplätze untereinander vermietet werden können. Wenn sich die Einnahmen der Glanzunion stabilisiert haben, wird der gesamte Raum angemietet und die Arbeitsplätze werden untervermietet.
Service
Die Serviceangebote stellen neben dem Austausch und der Fortbildung eine der wichtigsten Funktionen der Glanzunion dar. Denn durch eine möglichst unkomplizierte Abwicklung von Papierkram schaffen wir mehr Zeit für sinnvolle Tätigkeiten. Da dieser Bereich nicht zu den Kernkompetenzen gehört, ist es sinnvoll sich hier durch den Einsatz des Eurovermögens Verstärkung zu holen. Dabei sollen aber keine Personen fest eingestellt, sondern Pauschalverträge mit Serviceanbietern geschlossen werden. Trotzdem ist eine langfristige Partnerschaft anzustreben, da hierdurch beim Anbieter eine Spezialisierung auf unsere Sparte erreicht wird.
Buchhaltung
Die Buchhaltung soll soweit wie möglich automatisiert werden. So wäre ein zentrales Rechnungssystem sinnvoll, bei dem das Mitglied nur die Rechnungsdaten in eine Maske eintragen muss. Das Computersystem erstellt dann automatisch die Rechnung, verfolgt den Zahlungseingang, behält den Mitgliedsbeitrag und die Umsatzsteuer ein (führt diese an den Staat ab) und übergibt den Gewinn an das Mitglied. Zusätzlich sollten alle Daten in passender Form an den Steuerberater übermittelt werden.
Ausgaben müssen anfangs selbst beglichen werden, danach reicht man die Rechnung in der Buchhaltung ein, welche dort sortiert und an den Steuerberater weitergegeben wird.
Steuern und Rechtsberatung
Davon habe ich keine Ahnung, will ich auch nicht. Hier sollten externe Anbieter für die Abwicklung bezahlt werden.
Technische Ausstattung
Hier sollte eine der Mitgliederzahl angepasste Menge an Rechnern (inkl. Standardsoftware) sowie ein kleiner Server ausreichen. Für größere Ansprüche sollte ein Kooperationspartner gesucht werden, der bereits über die nötige Infrastruktur verfügt. Mit dieser Vorgehensweise soll verhindert werden, dass die Glanzunion in Konkurrenz zu ihren Kunden tritt und Mitglieder, die viele Projekte einbringen sollen dazu ermutigt werden, eine eigene Firma zu gründen. Damit die Glanzunion ein Freelancer Kollektiv bleibt.

