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Barcamp Hamburg 2008 BCHH08 (Samstag)

Montag, 24. November 2008

Da ich noch keinen Schlafplatz gefunden hatte, bin ich Freitag um 23:45 von Mainz mit der Bahn los und habe versucht im Zug zu pennen. Um kurz nach 7 kam ich total zerknittert in Hamburg an, hab noch am Bahnhof nen Kaffee getrunken und bin dann in richtung Otto Versand. Ich kam relativ zeitig an und die Vorbereitungen gingen grad erst los. Aber es hatten sich schon 20 Camper eingefunden. Da ich immernoch fertig war, hatte ich kein Problem damit zu warten. Irgendwann hatte ich dann mein Namensschildchen, Wlan zugang und T-shirt stieß vor zum Kaffee. Da ich wirklich niemanden kannte, habe ich mich einfach an nen Tisch dazu gestellt und lernte einen DocInsider kennen (Ärztebewertungsportal) dann gings auch schon los, erst gabs ne kurze Begrüßung und Einführung und dann kam jeder, der eine Session machen wollte auf die Bühne und stellte sie kurz vor. Es gab zwar auch ein paar, bei den ich kein Wort verstanden hatte, aber am Ende hatte ich ne Liste mit 15 Sessions und fand mich selber auf der Bühne.

Erst habe ich mir ne session über GTD (getting things done) angeschaut, ist wohl ne Standardsession über die Macht der Todo Listen. Dann noch eine über Weltverbessern 2.0 (Fundraising für NGOs). Hier gabs wenig neues für mich zu erfahren.

Dann war ich aber in der Session von Ralf Appelt:

Session zum Thema “Bildung & social Software – Chancen, Gefahren, Herausforderungen & Möglichkeiten” mit ca. 15 Teilnehmern gegeben. Mit sehr heterogenen Vorerfahrungen (Diplompädagogen, Lehrer, Studenten, Schüler, Softwareentwickler, …) haben wir im Wesentlichen Erfahrungen ausgetauscht. Das war hochspannend, denn im Vergleich zu vielen anderen Veranstaltungen, auf denen ich mich zu diesem Thema austausche waren die technischen Vorkenntnisse offensichtlich auf einem überdurchschnittlichen Niveau.
Entsprechend konnten wir uns schnell auf kulturelle und pädagogische Fragestellungen einlassen. Für mich war es ein sehr interessanter Austausch. Die Hürden social Software für Bildungsprozesse zu nutzen scheinen in Unternehmen und Bildungseinrichtungen stets die gleichen zu sein:

  • Mangelnde Kenntnis der Mehrwerte
  • Angst vor Machtverlust (durch teilen von Wissen)
  • Angst vor Fehlern
  • Angst vor Mehrarbeit

http://www.loveitorchangeit.com/2008/11/23/bildungssession-beim-barcamp-hamburg/

-> Alte internetweißheit, wenns schon wo anders steht, dann nicht nochmal schreiben. Also vielen Dank Ralf

Dann hat mich die Session zu einem Bilderkennungsdienst via mms von Dr. Michael Alger

mms mit Bild an 4242, wer will kanns ausprobieren, bei Vodafon ist es kostenlos* (*Datennutzung beachten) http://www.otello.com/demo.jsp

motiviert und ich habe meine erste spontan Session gehalten, zum Thema Tagging Everything

und es waren ein paar interessierte Leute dabei. Die Idee ist gut angekommen, leider habe ich keinen gefunden der es umsetzt aber immerhin weiß ich jetzt das die Leute von Kaywa cool drauf sind und werde den mal ne Mail schicken.

Empfehlungen bewerten

Samstag, 08. November 2008

Ich habe lange darüber nachgedacht, wie man die vermittlung von Artists an Auftraggeber am besten regeln kann. Die Idee, dass man dies Zentral löst liegt Nahe, man könnte Themen Chefs wählen und diese leiten die Anfragen an die Artist weiter. Nachteil dieses Plans sind aber, dass die Chefs ihre Empfehlungen rein Subjektiv abgeben. Neue Mitglieder müssen im Kontakt mit den Chefs sein, damit dieser sie überhaupt vermitteln kann. Dies führt zum einen zu einer konzentration von Macht und bedeutet einen erheblichen Aufwand für die Chefs, die für diese Aufgabe auch eine Gegenleistung erhalten müssten. Was zu höheren Kosten für die Mitgliedschaft führen würde.

Auf meinen neuen Ansatz bin ich jetzt durch ein anderes Thema gekommen, das nicht minder brisant ist. Wie geben wir den Auftraggebern die Chance ihre Freelancer zu bewerten? Ich denke jeder von uns hat Firmen mit den er besser oder schlechter auskommt. Wenn ein Job nicht klappt, muss das nicht immer am Artist liegen. Aber wenn man bei seinem ersten Job gleich Pech hat, kann das einer Brandmarkung gleich kommen und die weitere Karriere stark behindern. Ausserdem würde die Diskussion über die angemessenheit der Bewertungen viel Zeit und Energie kosten.

Und hier der neue Ansatz:
Auftraggeber bieten Jobs an, darauf hin können sich die Mitglieder selber bewerben, oder man kann andere Mitglieder vorschlagen. Der Kunde sieht dann eine stets aktuelle Liste, mit den Empfehlungen und Bewerbungen. Wenn viele bei einem Artist sagen, der ist super dafür geeignet, dann wird da schon was dran sein. Allerdings würde dies alleine nur die Vetternwirtschaft fördern. Um dies abzuschwächen kommt jetzt die Bewertung ins Spiel. Anstatt direkt die Artists zu bewerten, bekommen die Empfehler ähnlich wie bei Ebay einen Score bestehend aus Punkten für gute Empfehlungen und der Quote, also wieviel Prozent der abgegeben Empfehlungen gut waren.

Optisch könnte man dieses System bei der Suche nach Designern wie folgt umsetzen:

  • Menge (aller Empfehlungen):
    Jede Empfehlung wird individuell angezeigt. Also bei 5 Empfehlungen erscheinen hinter dem Artist 5 Sterne
  • Größe (der einzelnen Empfehlungen):
    Je nach Anzahl der guten Empfehlungen wird das Icon größer.
  • Farbe (der einzelnen Empfehlungen):
    Diese repräsentiert die Quote in einer Skala von Grün (100%) nach Rot (0%). Wobei ich keinen linearen Farbverlauf nutzen würde, sondern im oberen Prozentbereich stärkere Veränderungen vornehmen würde.

Zusätzlich zur manuellen Empfehlung würde ich ein automatisches System einführen. Man kann einem Artist also auch für verschiedene Bereiche einer Dauerempfehlung aussprechen.

Vorteile dieses Systems:

  • Niemand muss sich ausschließlich um die Verwaltung der Mitglieder kümmern
  • Neueinsteiger haben eher eine Chance
  • Jeder kann eine zweite Chance bekommen
  • Keine Konzentration von Macht
  • Die Leute werden sich genauer überlegen wen sie vorschlagen

Dinge geregelt kriegen – ohne einen Funken Selbstdisziplin

Freitag, 10. Oktober 2008

“Der Verwaltungsapparat ist offenbar ein riesiges Krakenhaftes Lebewesen, das sich aus Selbstschutz wehrt, wenn man ihm ein paar unnütze Tentakel abschneiden möchte. Niemand gibt schließlich gern zu, dass er eine überflüssige Aufgabe verrichtet.” (S.:182)

Dinge geregelt kriegen – ohne einen Funken Selbstdisziplin

von Kathrin Passig (Autor), Sascha Lobo (Autor)

ISBN-13: 978-3871346194

www.prokrastination.com