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Donnerstag, 14. Mai 2009

für alle, die zum ersten mal vom Projekt “Glanzunion” gehört haben gibts hier den Rückblick.

Aber jetzt wollen wir auch schon nach vorne blicken.

Erst mal gibt es einige Vorträge um uns einen Überblick auf dem Arbeitsmarkt zu verschaffen, zusätzlich habe ich Interviews mit Personalverantwortlichen bei Parasol Island, RiseFX, Unexpected, Double Negative, MPC, Scanline und fiftyeight geführt die uns deren Sichtweise auf das Thema bieten.

Als nächsten Schritt würde ich gerne einen monatlichen Freelancer-Stammtisch starten (der auch ohne mich stattfinden kann) um den regionalen Austausch und ein gegenseitiges Kennenlernen anzuregen. Dabei soll es jeweils zum Start einen kurzen Vortrag von wechselnden Teilnehmern geben. Danach gibts dann Kaffee und Kuchen oder im Notfall auch Bier.

Für die Kommunikation zwischen den Stammtischen gibts für den Übergang forum.glanzunion.de, es sollte aber das Ziel sein eine funktionale gemeinsame Webseite zu erstellen.

Um das Thema Freelancerei auch überregional ins Gespräch zu bringen werde ich im Laufe des nächsten Monats mal die Interviews veröffentlichen. Ausserdem ist ein Filmercamp in Zusammenarbeit mit Hackermovies geplant bei dem ich ne Session über das Thema halten werde und hoffentlich weitere Gleichgesinnte finde.

Termine: (weiterlesen…)

Rachegelüste überwunden?

Freitag, 01. Mai 2009

Nach meiner nicht ganz sauber abgelaufenen Diplomprüfung hatte ich echt mit mir zu kämpfen. Ich stand unter Schock. Nicht nur das Ergebnis habe ich anders erwartet, aber auch das Verhalten meiner Prüfer hatte ich anders eingeschätzt. Ich habe einfach nicht geglaubt, dass sich einige Profs. so feindselig aufführen. Klar haben sie es sich während des Studiums nicht leicht mit mir gemacht. Ihr Weltbild ist so gefestigt, dass sie Kritik nicht zulassen konnten. Für mich war es auf der anderen Seite nie leicht mich damit abzufinden. Die Welt außerhalb der Wallstr. funktionierte so ganz anders als mir drinnen erzählt wurde. Was draußen angesehen war und mir Jobs einbrachte zählte im Studium sehr wenig. Das Ziel, Studenten auf das spätere Berufsleben vorzubereiten, stand nie im Mittelpunkt. Es ging immer nur darum die eigene Position innerhalb des Studiengangs und der Hochschule zu behaupten. Statt sich die teilweise hervorragenden Vorträge, der Studenten, über neue Medien und Technologien, bei der Workshopwoche anzuschauen, wurde die knappe Zeit für interne Stellungskämpfe investiert. Aber wie soll man neue Technologien und Kommunikationsmöglichkeiten vermitteln, wenn man sich weder mit ihrer Erstellung noch der Verbreitung beschäftigt hat? Wie soll man die Probleme der Studenten lösen, wenn man Nichtmal versteht was die machen?

Aber es war nicht alles schlecht. Ich danke Prof. Pulch für seine Offenheit für neue Entwicklungen und Ansätze. Und ich danke den Studenten, dass ich soviel von ihnen lernen konnte. Und erst die Grabenkämpfe in der Verwaltung und der akute Notstand halfen uns die Probleme selber in den Griff zu bekommen. Wir sind ein hilfsbereiter, selbstbewusster, kompetenter und vor allem eng vernetzter Haufen geworden. Das war mir während meines Studiums schon immer wichtiger als die Anerkennung der Professoren. Und ich denke das wird mir auch langfristig mehr bringen als eine gute Diplomnote. Ich könnte natürlich gegen die Prüfung klagen, Gründe und Zeugen gibt es genug. Aber ich frage mich, was es bringen soll? Brauche ich die Zahl überhaupt in Zukunft? Sollte ich meine Zeit nicht sinnvoller außerhalb der FH investieren? In der echten Welt, in der die Profs. kein Macht und keine Bunker haben, die sie schützen.

Ich verlasse das Schlachtfeld und baue lieber was eigenes auf, das geht schneller als die FH zu verbessern. Ich konnte die Hochschule nicht verändern, aber zumindest hat mich die Hochschule auch nicht verändert und zermürbt.

In der letzten Schlacht wurde ich erst entwaffnet (Verbot der Aufzeichnung) und dann wurde alles abgefeuert und ich bin trotzdem stehen geblieben. Ich hoffe ich habs jetzt überwunden, aber ob die Verantwortlichen beim Studiengang so schnell wieder auf die Beine kommen ist fraglich. Am Ende zählt nicht der Titel, sondern was andere über Einen sagen.

I survived the battle of Wallst.