Vision
wo soll das nur hinführen?
Der Weg ist das Ziel
Ich war immer ein sehr weit planender und vorausschauender Mensch, ich habe mir Ziele gesetzt auf die ich hingearbeitet habe. Aber bevor ich sie erreichte, habe ich auf dem Weg soviel neues gelernt, dass ich mir neue Ziele gesetzt habe. Viele meiner Ziele habe ich trotzdem erreicht, aber nie auf dem Weg den ich gedacht hätte. Mittlerweile habe ich aufgehört mir messbare Ziele zu setzen. Das heißt jetzt nicht, dass ich in den Tag hinein lebe, aber “ins Jahr hinein leben” kann man es schon nennen. Der Weg ist zum Ziel geworden. Ich gehe in eine Richtung und schaue mir an was auf dem Weg alles passiert.
hilf dir selbst vs. hilf anderen, dann wird dir geholfen
Eins habe ich festgestellt, nicht die Sachen die ich für mich gemacht habe, brachten mich weiter. Die entscheidenden Sprünge nach vorn habe ich durch die Hilfe anderer gemacht. Und meist waren es nicht die Leute, von denen ich es erwartet hätte. Leute, denen ich Jahre zuvor mal kurz geholfen habe und von denen ich seit dem nichts mehr gehört habe rufen an, weil sie noch Leute für ein Projekt brauchen oder haben mich einfach nur weiterempfohlen. Ich bin zwar nicht so nen hippiesker Jesus Typ, ich habe ja auch keine Superkräfte, aber ich versuche zumindest anderen zu helfen, wenn ichs einschieben kann.
Mein Masterplan
Vermischt man die Richtung jetzt mit dem Helfen kommt man zu meinem aktuellen Masterplan. Die Richtung ist ganz stark von meinen Interessen aber auch von meinen Möglichkeiten getrieben. Was ich aber auf diesem Weg lerne möchte ich weitergeben, damit andere schneller aufschließen können und man bei neuen Abzweigungen die Chance hat sich aufzuteilen. Bleiben wir bei der Weg-Metapher wäre es mein Ziel dabei mitzuwirken neue Bereiche zu kartographieren. Je mehr Leute durch diese Karten schnell voran kommen, desto leichter wird es neue Bereiche zu erschließen.
Verdrängung in der Überflussgesellschaft
Gehts um Arbeiten und Geldverdienen ist für viele Leute der Spaß vorbei. Jeder hat schon mal die Erfahrung gemacht das er bei einem Job ausgetrickst wurde. Aber gab es da nicht am Anfang jeder Karriere nen Bekannten, der einen irgendwie reingebracht hat? Der euch vertraut und gefördert hat. Wenn es aber darum geht nächsten Monat die Miete zu bezahlen hilft das natürlich nichts. Aber ist es wirklich so schlimm? Jeder den ich kenne und der was kann hat im Moment mehr Anfragen als er bedienen will oder kann. Bei vielen Leuten ist es aber so, dass man garnicht weiß, was sie können. Wer immer nur im Elfenbein Turm vor sich hinwerkelt, kann nicht erwarten dass irgendjemand ihn für einen Job einplant. Ich bin davon überzeugt, dass es in meinem Umfeld noch viele unentdeckte Talente gibt. Und je mehr dieser Talente man entdeckt, desto tollere Projekte kann man mit ihnen gemeinsam machen. Der Markt wächst mit den Möglichkeiten. In Zeiten eines unendlichen Angebots gibt es auch einen unendlichen Bedarf diese Angebote zugänglich und verständlich zu machen. Und da sehe ich die zukünftige Rolle der Designer. Wir sind Übersetzer die zwischen Anbietern und Nutzern vermitteln. Wir sind Trainer die Konsumenten helfen können zu Produzenten zu werden und so in der Lage uns unseren eigenen Markt zu schaffen. Die Kommunikation wandelt sich grad sehr schnell und lässt sich von aus seinem eigenen Standpunkt garnicht mehr erfassen. Erst durch den Austausch mit anderen ist es möglich die unterschiedlichen Wirkungsweisen zu verstehen und neue Potenziale zu erkennen.
Austausch fördern (das Gildenhaus)
Bei der Glanzunion soll es nicht einfach darum gehen sich gegenseitig Jobs zu verschaffen. Es geht darum den Austausch zu fördern und ein Netzwerk aufzubauen und die Jobs schiebt man sich später sowieso zu. Anfangs ist es toll, dass wir bei Peng einen Raum finden. Aber auf lange Sicht keimt bei mir doch noch ein Ziel auf: Ich würde gerne, wenn ich grad keinen Job habe in das Glanzunion “Gildenhaus” gehen können um mich dort mit anderen Freelancern im gemeinsammen Wohnzimmer zu treffen. Daran angeschloßen gibt es Arbeitsplätze die man für Projekte mieten kann. Ein Schulungsraum wäre zwar auch cool, aber für den Anfang reicht auch ne weiße Wand und nen Beamer.
Und wenn sich genug Leute darauf einlassen, kann ein Ort entstehen, der unabhängig von staatlicher Förderung (und der damit verbundenen Bürokratie) Bildung produziert und verbreitet.
Tags: kollaboration, Welt